Männer. Was sie so anders macht als Frauen? Rein biologisch gesehen, ist das schnell erklärt. Versuche, das Wesen der Männer zu verstehen, gestalten sich weitaus schwieriger. „Meilensteine im Tal der Verzweiflung“, meinte eine Kollegin einst sehr treffend…
Und zum Verzweifeln ist es in der Tat. Welche Frau kennt das nicht – kaum hat SIE sich dazu durchgerungen, einem ER den Stempel „einer von den Guten“ aufzudrücken, hat Mann nichts besseres zu tun, als das Gegenteil unter Beweis zu stellen. Man nehme sich den „guten“ Lewis Hamilton: War es nicht herzzerreißend – der wohl erste Formel-1-Fahrer mit Sexappeal, endlich. Angehimmelt von der Frauenwelt, doch der Brite hatte eine Langzeitbeziehung mit seiner asiatischen Collegefreundin, seit Jahren. Klar, wer hat sie nicht gehasst. Schließlich wäre man selbst so gern an ihrer Stelle gewesen. Und dennoch: Es war einfach wundervoll – endlich mal ein gutaussehender, erfolgreicher und smarter Mann, der zu seiner Liebe steht und Optionen einfach nur Optionen bleiben ließ.
Tja, falsch gedacht. So schnell wie der WM-Titel an dem Mc-Laren-Mercedes-Fahrer vorbeirauschte, ebenso schnell war es dann auch mit der College-Romanze von damals vorüber. Und zu allem Überfluss war Hamilton dann auch noch wem erlegen? - dem wandelnden Sex auf zwei (sehr langen) Beinen – Nicole Scherzinger. Was lehrt uns das? Egal wie handzahm uns die „posierlichen Tierchen“ namens Mann auch erscheinen, die Instinkte bleiben genauso wie die Reaktion auf sexuelle Verlockung.
Frauen, die meinen, einen Mann „gezähmt“ zu haben, liegen falsch. Vielleicht haben sie es ja geschafft, ihn an die Kette zu legen, aber viel mehr Macht wird SIE über IHN wohl niemals haben. Und will SIE, dass ER sich nicht irgendwann in Hamilton-Manier davonstiehlt, sollte SIE besser dafür sorgen, dass er von dieser Kette auf keinen Fall etwas mitbekommt. Männer lieben ihre Freiheit und deswegen braucht seine Liebe Freiwilligkkeit. Wer offensichtlich Ketten anlegt, sollte immer damit rechnen, dass ER irgendwann auf einmal nicht mehr „Sitz“ und „Bei Fuß“ macht.
Wie Frau ihm möglichst große Freiheit vermittelt, während er sich dennoch gebunden fühlen soll? Keine Ahnung. Denn spätestens in dem Moment, in dem Frau meint, es verstanden zu haben, wird Mann sie eines besseren belehren. Wenn ich das Geheimrezept wüsste, wäre ich wahrscheinlich entweder selbst ein Mann oder längst glücklich verheiratet. Den Sinn des männlichen Verhaltens durchschauen? Grenzt an Zauberei! Justin Timberlake, Lionel Riechie, Adam Levin (Maroon 5), James Blunt – sie alle singen von der großen Liebe, jaulen über Herzschmerz und doch werden ihnen so viele Affären nachgesagt, dass sie wohl selbst ihre Bettbekanntschaften nicht mehr zählen können. Gut Ding will Weile haben…die Richtige zu finden, bedarf einer langen und intensiven Suche…? Uhm…yeah…whatever! Männer sind Schauspieler, alle von ihnen – ob nun beruflich oder nicht, sie sind Meister der Täuschung. Meine Empfehlung: Genuss bedarf stets einer gewissen Vorsicht. Also: Am besten immer auf das Schlimmste gefasst sein und zu Risiken und nebenwirkungen fragen sie ihren Schuhverkäufer oder den Barkeeper ihres Vertrauens (schließlich haben Schuhe und Alkohol bei Frust noch nie geschadet).
Für alle Frauen, die noch disillusioniert werden müssen, ohne die Hoffnung zu verlieren, hier ein kleiner Buchtipp: Why Men Love Bitches von Sherry Argov
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