Ja, es gibt schlechte Zeiten. Verdammt ja, es gibt sogar richtig beschissene Zeiten. Diese Tage, an denen der Himmel grau bleibt und die Stimmung gleich mit. Zeiten, in denen alles schief zu laufen scheint und man der Welt am liebsten den Rücken kehren, sich in einem kleinen Hamsterbau verschanzen und laut „Lasst mich doch alle in Ruhe“ rufen möchte. Einmal eingebuddelt und im dunklen Bau eingerichtet, scheint die Sonne weit weg. Manchmal scheint es sogar, als habe sie nie geschienen. Doch sie scheint, jeden Tag – wenn wir sie nur sehen wollen. Ich hab heute meine Sonnenbrille wieder ausgepackt – mitten im Winter.
Beiträge vom Dezember 2008
Warum ich das Leben liebe
Dezember 24, 2008 · 2 Kommentare
Liebestöter Campus
Dezember 18, 2008 · 2 Kommentare
Ohne Mama kein Weihnachten? Oder doch eher „mit Uni keine Weihnachtsstimmung“? Jedes Jahr das gleiche Spiel – während die Ü50-Generation fleißig die Räuchermännchen im Wohnzimmer platziert, alle Welt das berühmte Hüftgold mittels gebrannten Mandeln und Lebkuchenherzen aufstockt und sämtliche Magazine mal wieder die Top-List der kultigsten Weihnachtsgeschenke veröffentlicht, frage ich mich: Wo ist sie hin – meine Weihnachtsstimmung?
Kategorien: Chrissi · Life
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Gratulation – auch schon bemerkt?!
Dezember 16, 2008 · 3 Kommentare
Der braune Mob hat erneut zugeschlagen und plötzlich ist das Geschrei besonders groß. Grund: Ein Glatzköpfiger versuchte sich mit besten Grüßen „vom nationalen Widerstand“ eines „linken Bullenschweins“ zu entledigen und rammte dem Passauer Polizeichef Alois Mannichl ein Küchenmesser in die Magengrube. Da spricht der bayrische Innenminister plötzlich von „einer neuen Dimension der Gewalt“. Und Recht hat er – es ist beängstigend, dass ein Polizeibeamter bis in den Privatbereich hinein verfolgt und niedergestochen wird. Doch hat es wirklich den Angriff auf einen Beamten gebraucht, um festzustellen, dass rechte Gewalt beängstigend ist, schon immer war?
Kategorien: Gesellschaft
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„Seminar Lebensweisheiten“
Dezember 11, 2008 · 1 Kommentar
Heute stand die Welt für einen Moment still. Heute, als mein Professor in Tränen ausbrach. Verschämt blickte er auf sein Pult, während seine Finger den Weg hinter seine Brillengläser suchten. Nervös wischte er über seine Wangen, verteilte das schimmernde Nass über seine Wangen und vergrub sein Gesicht schließlich in seinen Händen. Da saßen wir nun und die Welt stand still. Ein alter, kluger Mann, dem die Verzweiflung über seine eigenen Fehler die Fassung raubte. „Wissen Sie, wir machen so viele Fehler, streiten uns und irgendwann ist es zu spät sich zu versöhnen, es ist so dumm, so dumm“, sagte er mit zitternder Stimme.
Chrissi’s Weekend: Die Stadt von „oben“
Dezember 1, 2008 · 3 Kommentare
Während Maria Mena die am Zugfenster vorbeirauschenden Landschaftsstreifen mit lethargischer Stimmgewalt besingt, empfiehlt der Bahnangestellte den Apfelstreuselkuchen, den mir das Personal mit den roten Halstüchlein und blauer Uniform – so fügt die Stimme aus dem Off hinzu – als Erste-Klasse-Passagier auch gerne an den Platz bringen würde. Doch ich gehöre nicht der ersten Klasse an. In den Genuss von „Sänk ju foar dreffeling wiss Deutsche Bahn“ komme ich dennoch immer dann, als der rasende weiße Blitz mit quietschenden Bremsen an den Bahngleisen zwischen Pott und Nord zum Stehen kommt. 53 Euro kostet mich die semidekadente zweistündige Reise ins Pisa-Verliererland. Doch was tut man nicht alles. Schließlich sollte ich im Bundesland der Verlierer an diesem Wochenende zu den Gewinnern gehören, hieß es…
Kategorien: Chrissi
Mit Tag(s) versehen: Chrissi labert, Gedanken-Blabla