Was hat die Wirtschaftskrise mit der Todesstrafe zu tun? Wieso wird Sarah Palin von ihrer eigenen Tochter zum Relikt aus vergangenen Zeiten erklärt? Und wie hängt das Studium mit dem ersten Mal zusammen? Wissen, das die Welt nicht braucht und das deswegen umso unterhaltsamer ist. Hier die Schwachsinnsmeldungen der vergangenen Woche, gefunden in der „Jungen Welt“…
„Angesichts der Wirtschaftskrise haben in mehreren US-Bundesstaaten Beratungen über die Abschaffung der Todesstrafe begonnen.“ Ähm was? Was hat das Eine denn bitte mit dem Anderen zu tun? Jahaaa, nachdem ich durch wiederholtes Lesen sichergestellt hatte, dass da wirklich stand, was da stand, durfte ich feststellen: Es gibt da durchaus einen Zusammenhang. Und um was sonst sollte es dabei gehen, wenn nicht um’s liebe Geld? Die Erkenntnis in diesem Falle: „Kosten für eine lebenslange Haft können bis zu zehnmal geringer sein als für eine Todesstrafe, bei der bis zur Vollstreckung aufgrund langer Berufungsverfahren Jahre vergehen können.“ Mal ganz davon abgesehen, dass es höchste Zeit ist, die Todesstrafe international endlich abzuschaffen – geschmackloser könnte eine Diskussion über Sparmaßnahmen wohl kaum sein, oder?!
Aprospos geschmacklos: Wer hätte gedacht, dass es für die „medizinische Versorgung von Studentinnen“ von enormer Wichtigkeit ist herauszufinden, wie deren Sexleben aussieht. Wie alt waren Sie bei Ihrem ersten Mal? Wann haben Sie Ihre Menstruation? Ach und übrigens – hatten Sie schonmal eine Abtreibung? Ja, das sind an der Universität im mexikanischen Zacatecas die Fragen, die die Welt bewegen. Oder zumindest das Campusleben. Denn ohne Sex-Talk kein Studienplatz. Und das seit drei Jahren. Doktor Sommer lässt grüßen! Ob man den Studentinnen wohl auch gleich noch beibringt, dass man vom Küssen nicht schwanger wird?
Und mit „schwanger“ wären wir gleich beim nächsten Stichwort. In anderen Umständen befand sich schließlich – wie allseits bekannt – Sarah Palins Töchterlein Bristol (18). Und das, obwohl Mama Palin doch so unermüdlich darin war, das „Kein-Sex-vor-der-Ehe“-Gebot zu predigen. Und genau diese Vorstellung hat Bristol jetzt als „absolut unrealistisch“ eingestuft. Gegen Teenagerschwangerschaften sei sie zwar trotzdem, aber mit Verhüterli solls ja hin und wieder auch ohne runden Bauch und Kindergeschrei nach neun Monaten funktionieren. Welch Erleuchtung! Die „Junge Welt“ scheint sich mit dem Palin-Nachwuchs zu freuen und nennt’s einen „unglaublich gigantischen Schritt in Richtung sexuelle Befreiung“. Wahrlich gigantisch!
Und last but not least ein weiteres Schmanckerl aus der roten Tageszeitung: Die Ankündigung von Regisseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger, nach dem „Baader Meinhof Komplex“ ein weiteres gemeinsames Projekt zu planen, wurde mit der Überschrift „Eine Drohung“ versehen. *Lach*
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