Der Sohnemann treibt es mit Nutten und raucht Marihuana. Die Mama findet das ok. Für die wiederum sind Abtreibungen so normal wie das tägliche Zähneputzen und ins Schlafzimmer hat sie sich zwei homosexuelle Männer geholt, damit sie ihnen beim Sex zusehen kann. Das wiederum findet ihr Mann vollkommen ok. Auf der Straße hängen Christen an großen Kreuzen. Atheisten haben sie dort angenagelt, angezündet und tanzen nun gemeinschaftlich wie Rumpelstilzchen freudig ums lodernde Feuer. So sieht laut christlichen Fundamentalisten eine von Atheisten regierte Welt aus…
Drei junge Männer holen zum Verbalschlag gegen die Evolution und den Atheismus aus. Dass sie dabei, wenn überhaupt, nur eines beweisen – nämlich ihre eigene Verwirrtheit – scheint ihnen noch nicht einmal aufzufallen. Die Beweisführung gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse ist selbstverständlich lückenlos: „Falls wir wirklich vom Affen abstammen sollten, wie kann es dann sein, dass Babys nicht als Affen geboren werden“, fragt der bärtige Jüngling Gottes. Den Rest seiner Theorie schmückt er mit einer Prise Sarkasmus und findet sich dabei wohl besonders intelligent und witzig: „Mehrere Millionen Jahre, damit sich ein Affe in einen Menschen verwandelt? Oh ja stimmt – Affen leben nicht mehrere Millionen Jahre“, suhlt er sich in Selbstbestätigung. Nun gut, lassen wir uns mal auf seine Theorie ein. Aber halt – dann dürfte es inzwischen ja gar keine Affen mehr geben. Wie kann das sein? Hat Gott etwa Gnade walten lassen und gesagt „Lieber Affe, ich werde dein Haltbarkeitsdatum verlängern“? Und müssten unsere Hauskatzen dann nicht auch afrikanische Wildkatzen zur Welt bringen – schließlich stammen sie ja von dieser ab?!
Doch ich sollte lieber nicht zu viele Fragen stellen. Schließlich macht der wollmützendtragende Jüngling Nr. 2 schnell unmissverständlich klar: „Wer nicht daran glaubt, dass Gott die Erde geschaffen hat, landet in der Hölle.“ Und zu dieser Hölle würde er ohne seinen Glauben offensichtlich schon auf Erden selbst beitragen. „Wenn ich nicht das jüngste Gericht fürchten würde, dann würde ich oft, oft, oft töten“, sagt er. Na gut zu wissen, sage ich da nur!
Wie drei junge Menschen so viel Schwachsinn auf einmal reden können, bringt Jüngling Nr.3 ziemlich passend auf den Punkt: „Menschen können nicht selbstständig denken und sind durch die Realität verwirrt. Deswegen sind Menschen bereit, alles zu glauben, was Wissenschaftler ihnen erzählen.“ Ja, genau! Und ihm hat man (auch wenn das in diesem Fall wohl keine Wissenschaftler waren) wahrscheinlich jede Menge dummes Zeug erzählt, das er bereitwillig glaubt.
Normalerweise ist gegen Religion nichts einzuwenden – jedem das seine. Wenn das Ganze jedoch in einen gefährlichen Fundamentalismus abdriftet, bei dem sich dessen Anhänger von jeglicher Logik und Form des Verstands befreien, so kann das niemand gutheißen. Fundamentalismus wird zumeist mit dem Islam, Terrorismus, Unterdrückung der Frau und anderen Stereotypen in Verbindung gebracht. Dass es einen christlichen Fundamentalismus gibt, der nicht weniger gefährlich und absurd ist, scheinen viele zu vergessen. Genauso verdrängt wird der Fakt, dass die Zahl der christlichen Fundamentalisten zunimmt. In den Vereinigten Staaten bezeichneten sich bereits 2006 rund 53 % aller Erwachsenen als Fundamentalisten. „Readers Edition“ berichtete damals: „Auch in Deutschland gibt es beunruhigende Tendenzen: Laut fowid glauben 39 % der Deutschen nicht an die Evolutionstheorie – die am besten belegte wissenschaftliche Theorie überhaupt. 25 % der Befragten stimmen stattdessen mit Kreationismus oder Intelligent Design überein. Anhänger des Kreationismus oder der zugehörigen Pseudowissenschaft Intelligent Design glauben: Gott hat die Welt innerhalb von sechs Tagen erschaffen.“
Wie gefährlich der christliche Fundalismus tatsächlich ist, legte der Rest des Artikel dar: „Laut dem Telepolis-Artikel Armageddon und der apokalyptische “Holocaust” freuen sich evangelikale Endzeitchristen über jedes Anzeichen eines dritten Weltkrieges. Im finalen Endkampf spielt Israel eine entscheidende Rolle, was auch der Grund für sehr viele US-Amerikaner ist, das andere auserwählte Volk politisch zu unterstützen. Wenn Daniel Ayalon, Israels Botschafter in den USA, jedoch wüsste, was die Evangelikalen letztendlich mit den Juden vorhaben, würde er sich bestimmt nicht mehr über die Unterstützung der USA freuen. [...] Evangelikale wiederholen immer wieder folgendes Bibelzitat: ‘Wer an ihn (Jesus Christus) glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.’ (Johannes 3, 18) Ein evangelikaler Prediger sagte über den Massenmord der Juden durch die Nazis: ‘Indem er das erhaltene Volk in das erhaltene Land zurücktreibt, hilft Hitler, der selbst nicht an die Bibel glaubt und das Wort Gottes verhöhnt, die herausragendste biblische Prophezeiung zu erfüllen.’ [...] Egal, ob Hitler biblische Prophezeiungen erfüllen wollte oder nicht, christliche Fundamentalisten wollen es auf jeden Fall. Und eines steht fest: Sobald die Evangelikalen der Meinung sind, Jesus sei nach Israel zurückgekehrt, geht es den Juden an den Kragen, mal wieder. Diesmal sind jedoch auch die Moslems dran, genau wie natürlich die Hauptfeinde aller Religionen, die Atheisten.“
30 Antworten bis hierher ↓
petersemenczuk // April 2, 2009 um 8:01 |
Es waren keine Atheisten, Sozialisten und Kommunisten die Christus verleugnet, verfolgt und gekreuzigt haben sondern, von anmaßende Menschen gemachte „fromme“ Sünder der damaligen Amtskirche in Jerusalem, die den Buchstaben ihres Buches und Bibel, höher hielten in ihrem endlichen menschlichen Geist und Litermaß des menschlichen Denkvermögen als des wahren lebendigen Gott seinem Geist und Wort, das in allen Menschen ihrem Innern, seinen Wohnsitz begehrt.
Johannes 5,38 /1.Korinther Kapitel 3,/ 6, u.s.w.
Auch heute, wird Christus verleugnet und verfolgt, und wenn ER sichtbar und hörbar, unter der heutigen Gesellschaft und dem, von Menschen gemachten „Christentum“ leben und wandeln würde, dann würden sie Ihn auf gleicher Art und Weise zum Schweigen bringen,
die Katholiken an erster Stelle.
Es wäre noch vieles zu diesem Thema, zu sagen und zu schreiben, doch vielleicht das Nächste mal. Peter Semenczuk
Autor und Herausgeber christlich-theologischer
Publikationen im Internet und Selbstverlag.
petersemenczuk // April 2, 2009 um 8:34 |
Noch etwas, noch ein Zusatz:
Jesu Wort und Geist gilt auch heute noch bei den Wiedergeburtschristen der Urchristlichen, doch nicht alle, die sich als Wiedergeboren halten oder als Urchristlich sich bezeichnen, sind wahre Nachfolger Jesu Christi.
Christus sagt:
„An den Früchten werdet ihr die Wölfe im Schafsfell/ falsche Christen und Propheten von den wahren Christen und wahre Propheten unterscheiden:
1.NICHT an ihrem sogenannten „Gotteshaus“,
2.Nicht an ihrem Gebetbuch,
3.Nicht an ihrer Verkleidung/Schafsfell
4.Nicht an ihren gemieteten Sprüche aus der
Bibel, dem geistigen Eigentum anderer.
5.Nicht an ihren hohlen Worte, hinter denen
Gott nicht steht und darüber wacht,
SONDERN, an ihrem täglichen Leben, Wandel und schweigender Einstellung vor Gottes Angesicht in der Nachfolge Jesu Christi, bis sie von Gott würdig werden, Geist,Auftrag und geistige Amt zu empfangen, zu reden im Geist und Namen des lebendigen Gottes und seinem Christus, die ihnen offenbarte Lehre,Evangelium und Theologie des lebendigen Gottes und seinem Christus.
WARNUNG: Wo ein Christ und ein geistiger Amtsträger,
NICHT von Gott und seinem Christus berufen,
zubereitet, wiedergeboren und erwählt wurde. Dann von Gott legitimiert wurde durch seinem dreifachen Zeugnis Gottes und seine Lizenz empfangen hat zu reden.
Zu reden die ihm offenbarte Botschaft Gottes,
da steht ein solcher anmaßender Mensch in Verdacht, ein Mietling, blinder Blindenleiter und falscher Prophet zu sein, spricht Gott der Herr!
Wahre Gottesmenschen und Christenmenschen,
sind von Anfang der Menschheit,
IMMER von Gott und durch seinen Geist, Wort und Allerheiligsten Glauben gemacht worden,
sie sind NIE von Menschen, Fleisch und Blut gemacht worden!!!
Fleisch, kann nie Geist zeugen und gebären!
Wo sind HEUTE die Völker,Sprachen und Nationen mit ihren, von Menschen erfundenen Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten, die
der wahrhaftige Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist nie gestiftet noch seine heil bringende Lehre und Theologie verkündigen ließ, ausser seiner ersten Gemeinde und Volk Israel und der wahren Christen und Nachfolger Jesu Christi?
Gott zeugt und gebiert seine Kinder selber, Er hat keinem Menschen erlaubt noch geboten, solches für IHN,dem dreimal Heiligen Gott und Vater zu tun!!!
Auch Christus seine berufenen und zubereiteten Jünger und Aposteln hatten den Auftrag,
die ihnen zuhörenden Menschen,
zu Jünger Christi zu machen Äußerlich,
auf dass sie INNERLICH empfangen,
ERlösung, Versöhnung und den GEIST und das Wort Gottes, welches ihre Wiedergeburt für Gott und seinem ewigen Reich offenbart.
Der Heilsplan Gottes, den Johannes der Täufer und Christus am Jordan gepredigt haben den Menschen , ist der Bauplan Gottes für die neue
Schöpfung des Menschen, auf dass er werde eine neue Kreatur Gottes.
chrissi2411 // April 2, 2009 um 5:05 |
Werter Herr Semenczuk,
Es ist ja schön, dass Sie bewiesen haben, wie bibelfest Sie sind. Und doch vermisse ich eine klare Botschaft, die Sie mit eigenen Worten und eigenem Verstand zu diesem Blog-Eintrag hätten besteuern können. Gott hat Ihrer Meinung nach den menschlichen Geist erschaffen – so sei es denn in Ihrer Welt, auch wenn ein Abstecher in die Philosophie Ihnen gewiss die ein oder andere neue Perspektive eröffnen könnte.
Desweiteren entnehme ich Ihren etwas verwirrenden Beiträgen leider, dass es Ihnen an Toleranz gegenüber anderen Religionen mangelt und Sie das Christentum als einzig wahre Religion betrachten. Genau solche Ansichten machen Religion bedauerlicherweise zur Gefahr und Ursache für Kriege.
petersemenczuk // April 3, 2009 um 11:35 |
Sie irren mein Herr „chrissi“
denn Ihre Philosophie ist so vergänglich und endlich wie Sie selbst.
Auch beruht mein Glaube nicht aufgrund der Bibel oder anderen religiösen Schriften, sondern der Alleinseligmachende Glaube, welcher ist der Allerheiligste Glaube, ist eine Gabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes,den der suchende Mensch bei seiner Wiedergeburt für Gott empfängt.
Es ist eine erwiesene Tatsache,Wahrheit und Wirklichkeit, dass dieser Glaube wie der Geist und das Wort Gottes Ihnen und Ihrer Religion fehlt, weil sie die Theologie des lebendigen Gottes verfälscht, gleich wie sie das wahre Wort Gottes verfälscht hat und Etikettenschwindel
mit dem Namen Gott,Jesus Christus und dem Heiligen Geist betreiben seit 312 .Chr.
Warum gebrauchen Sie ein >“pseudonym“? einen „Falschnahmen“< „chrissi“,
wo doch Christus uns zur Aufrichtigkeit und Wahrheit aufgerufen hat.
Was Ihre Philosophie anbetrifft, nun,
die Griechen hatten zur Zeit der Antike als der Apostel Paulus sie besuchte, auch Philosophen die in dem menschlichen endlichen Geist, mit ihren philosophischen Sprüchen jonglierten und dennoch, hat sie der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist der Juden und der wahren Wiedergeburtschristen, von der Erde mitsamt ihren Sprüchen verbannt.
Schaffen Sie, die von Gott, von Ihnen erwartete geistige Frucht und geistige Gaben, die über das menschlichen endlichen Leben hinaus, Bestand haben, denn Sprüche der Philosophen, haben noch keinen Menschen und Sünder, von seinen Sünden und Begierden erlöst, gereinigt und geheiligt, sondern allein, JESUS CHISTUS, der gelobt sei in alle Ewigkeit!
„Die Weisheit dieser Welt, hat Gott zur Torheit gemacht“! sagt das Ihnen nichts ?
chrissi2411 // April 3, 2009 um 2:51 |
Sehr geehrter Herr Semenczuk,
Hätten Sie diesen Blog etwas aufmerksamer betrachtet, wäre Ihnen gewiss aufgefallen, dass ich weder ein Herr bin, noch versuche, mich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Natürlich frage ich mich, in wie weit Ihnen Daten zu meiner Person helfen sollten – aber wenn Sie denn das dringende Bedürfnis haben zu googlen (oder was auch immer sie zu dieser Aussage bewegt hat), bitte: unter „About“.
Auch sehr interessant finde ich, dass Sie von „Ihrer Religion“ sprechen, wobei ich doch kein Wort darüber verloren habe, welcher Religion ich nun angehöre oder auch nicht. Aber wahrscheinlich werden alle, die eine kritische oder etwas andere Meinung als die Ihre vertreten, ohnehin sofort als „Ketzer“, „verlorene Seelen“ oder was auch immer eingestuft. Belehren Sie mich eines Besseren, falls das nicht so ist.
Auch mit Ihrem letzten Beitrag haben Sie es einmal mehr geschafft, mir ein Kopfschütteln abzuringen. „Denn Sprüche der Philosophen, haben noch keinen Menschen und Sünder, von seinen Sünden und Begierden erlöst, gereinigt und geheiligt“? Wenn Sie mich fragen, halte ich es für einen Skandal, dass es Christen gibt, die so ihre Intoleranz rechtfertigen. Intoleranz gegenüber anderem Denken und anderen Ansichten ist für mich ebenso eine Sünde. Aber zum Glück haben sie ja den Herrn, der Ihnen all das vergibt. Also dürfen Sie Andersdenkende weiterhin verurteilen, während Homosexuelle, Ehebrecher und Nicht-Christen allesamt in der Hölle landen? Erklären auch Sie Menschen, die in Armut und Hunger leben und unter denen sich der HIV-Virus ausbreitet, dass sie auf Kondome zu verzichten haben? Was für eine Weltanschauung ist das bitte, die Sie da als Erlösung anpreisen?
Ich weiß nicht, ob unser Diskurs wirklich noch Früchte tragen wird, da Sie es bevorzugen, Ihre Aussagen jedes Mal in eine Art Predigt zu verwandeln, anstatt sich einer offenen Diskussion mit offenen Worten hinzugeben. Leider kann ich damit nur wenig anfangen und es trägt meiner Meinung nach auch kaum zum Thema bei. Wenn Sie allerdings etwas Nützliches zum Thema beizutragen haben, werde ich dieses mit Spannung verfolgen und darauf reagieren.
Beste Grüße, Christin Otto
captain // April 7, 2009 um 11:36 |
Ich finde es witzig, dass einfachste Recherchen einigen Menschen zu schwer sind. Kein Wunder dass es dann auch Glauben heisst … weil wissen will keiner. Aber das nur mal am Rande.
Gläubiger müssen Fundamentalisten sein, da geht kein Weg vorbei. Ansonsten sind es keine wahren Gläubiger. Deswegen gibts auch keinen moderaten Moslem, Juden oder Christ. Entweder man ist einer, oder halt nicht.
chrissi2411 // April 9, 2009 um 11:39 |
Die Aussage, dass alle Gläubigen gleich sind, halte ich für zu pauschal und ich bin mir sicher, dass es da diverse Schattierungen gibt. Während Fundamentalisten meist nur wenig Toleranz gegenüber anderen Ansichten üben, gibt es durchaus auch Christen, Juden, Hinduisten und Moslems, die ihren Glauben niemandem anderen aufzwingen wollen und andere Religionen akzeptieren. Auch Atheisten sollten genug Toleranz besitzen, um den Glauben anderer Menschen zu akzeptieren. Schließlich fordern diese genauso die Akzeptanz ihres „Nicht-Glaubens“. Das ist nun mal eine beidseitige Geschichte und wenn der eine immer darauf beharrt, dass er selbst im Recht und der andere im Unrecht ist, wird es nie Frieden geben.
Kurze Anmerkung am Rande: Ich bin mir sicher, wir reden nicht von Gläubigern – also Menschen, denen man Geld schuldet – sondern von Gläubigen.
captain // April 9, 2009 um 12:32 |
Ja, natürlich, Gläubige statt Gläubiger
Fast jede Religion hat ein „Bekehre die Ungläubigen!“-Gebot, oder Aufforderung. Wer also seinem Gott/Glauben gerecht werden will, muss zwangsläufig auch die „Ungläubigen“ bekehren. Ansonsten folgt er nicht seinem Glauben.
chrissi2411 // April 9, 2009 um 12:37 |
Das stimmt nicht ganz. Bei den Aleviten zum Beispiel – eine abgespaltete Gruppe von Moslems – gilt es sogar als Sünde, andere zwanghaft zum eigenen Glauben zu bekehren. Deren Gebot ist es, dass man sich zum Glauben FREIWLLIG bekennen MUSS. Und dass sich viele die Aspekte aus einer Religion herausnehmen, die ihnen selbst etwas geben, ist ja nun auch nichts Neues mehr. Ich kenne auch Homosexuelle, die katholisch sind und nur aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung gewiss nicht davon ausgehen, dass sie in der Hölle landen.
captain // April 9, 2009 um 3:37 |
deswegen lies ich mir auch ein Hindertürchen offen, und habe „Fast Jede“ geschrieben
Und Homosexuelle, die sich selbst deswegen nicht als krank sehen sondern eine gewisse Art der Natur, haben keinen katholischen Glauben. Katholischer Glauben beinhaltet, dass Homosexualität als Krankheit bezeichnet wird. Deswegen haben auch diejenigen einen etwas abgewandelten Glauben, aber keinen katholischen.
captain // April 9, 2009 um 3:41 |
PS: Und auch die Aleviten sind fundamentalistisch. Ihr Glauben ist es halt, niemanden ihren Glauben aufzwingen zu wollen. Aber trotzdem bleibt er fundamentalistisch.
chrissi2411 // April 9, 2009 um 3:48 |
Na da widersprichst du dir aber. Denn einerseits sagst du, dass alle, die glauben auch fundamentalistisch sind, nun sagst du aber auch, dass homosexuelle Gläubige keine Katholiken sind. Was denn nun? Wenn man es so radikal sieht, dann dürfte es ja auch keine geschiedenen Katholiken geben. Die gibt es ja nun aber genauso wie homosexuelle Katholiken. Denen wegen ihrer Sexualität die Konfession abzusprechen, halte ich für diskriminierend. Und zu den Aleviten – wenn bei dir Glaube = Fundamentalismus ist, dann sind es wohl auch die Aleviten. Auch wenn sich mir dieser Zusammenhang nicht erschließt. Ich habe eine Alevitin in meinem Freundeskreis, die von meiner Definition von Fundamentalismus weit entfernt ist – die beten, wann sie wollen, sie bekehren niemanden zu ihrem Glauben und akzeptieren andere Glaubensrichtungen vollkommen.
captain // April 9, 2009 um 4:20 |
Ah, nu kommen wir der Sache schon näher. Was ist denn deine Definition von Fundamentalismus?
chrissi2411 // April 9, 2009 um 6:05 |
Fundamentalismus sagt es ja an sich schon – Fundament, Grundlegendes. Religiöse Fundamentalisten sind (meiner) der Definition nach also Gläubige, die auf die Richtigkeit aller grundlegenden (!) Ideologien einer Religion bestehen – sprich christliche Fundamentalisten glauben beispielsweise fest daran, dass man für eine Todsünde wie Selbstmord oder Homosexualität in der Hölle landet. Auch glauben sie an ein Leben nach dem Tod usw. usw.. Das gesamte Paket eben.
Dass es da aber inzwischen die von mir bereits erwähnten „Schattierungen“ – nicht nur zwischen verschiedenen, sondern auch innerhalb einer Religion – gibt, ist ja kaum abzustreiten.
Würdest du einem Atheisten denn auch vorwerfen, dass er kein Atheist mehr ist, wenn er zwar die Evolution für erwiesen hält, aber genauso meint, dass es „übersinnliche Kräfte“ gibt, die mit dem menschlichen Verstand und der Wissenschaft nicht zu erklären sind?
captain // April 10, 2009 um 1:50 |
Genau, Grundlegendes. Worauf alles basiert. Ohne dass es einer Erklärung oder Beweises bedarf. Also Glauben. Ergo alle Gläubige sind Fundamentalisten. Was beispielsweise die katholische Kirche angeht, bestimmt der Papst dieses Fundament. Ergo, wer nicht an dieses Fundament glaubt, ist kein Katholik. (ob das richtig/gut oder falsch/schlecht ist, sei einmal dahin gestellt) Ergo kann ein bekennender Schwuler kein Katholik sein. Er hat seinen eigenen Glauben.
chrissi2411 // April 10, 2009 um 2:38 |
Wenn du es so siehst, dass ein homosexueller Mensch kein Katholike sein kann – nun gut. Das kann ich vielleicht noch hinnehmen. Dennoch ist jemand, der an Gott und ein Leben nach dem Tod glaubt, jedoch mit der Benachteiligung von Frauen, Homosexuellen, Ehebrechern usw. nichts anfangen kann, doch immer noch ein gläubiger Mensch – denn er glaubt an Gott, dessen Existenz wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann. Dennoch ist er kein Fundamentalist, da er nicht allen „Fundamenten“ zustimmt. Damit ist die These, das Gläubige automatisch auch Fundamentalisten sind, doch widerlegt, nicht wahr?!
captain // April 10, 2009 um 3:29 |
Nö. Denn auch die, die nur an Gott und ein Leben nach dem Tod glauben, haben diese beiden Faktoren als Fundament ihres Glaubens. Ergo Fundamentalisten
chrissi2411 // April 10, 2009 um 4:02 |
Ich glaube, wir kommen da wohl nicht mehr auf einen Nenner. Ich finde zwar, dass deine Logik hinkt – denn einerseits gehören deiner Meinung nach jene, die nicht alle fundamentalen Ideologien einer Religion gut heißen, nicht mehr dieser Religion an, andererseits sind sie für dich dennoch Fundamentalisten (nur weil sie überhaupt einen Glauben haben), obwohl sie dieses Fundamentale gar nicht komplett vertreten. Aber gut – ich habe meinen Standpunkt erklärt – der leuchtet dir offensichtlich genauso wenig ein, wie mir deiner. Soll ja vorkommen
martin_my_love // April 10, 2009 um 5:12 |
„die am besten belegte wissenschaftliche Theorie überhaupt“
also belegt ist da nicht allzu viel. evolution hat als wissenschaft ähnliche probleme wie geschichte, man ist von interpretationen abhängig (mal die anderen probleme in der geschichtswissenschaft außen vor gelassen, solch dinge wie glaubwürdigkeit von quellen ..
.
chrissi2411 // April 10, 2009 um 5:44 |
Natürlich – wenn es um die Erforschung von historisch weit zurückliegenden Phänomenen geht, werden am Ende auch nur Puzzleteile von so genanntem Wissen mit einer Prise „Glauben“ versehen. Letztendlich ist ja niemand noch lebendes wirklich dabei gewesen. Dennoch tendieren Menschen dazu, vor allem das zu glauben bzw. für glaubwürdig zu halten, was sie auch sehen können – und sei es anhand von wissenschaftlichen „Beweisen“. Und was das angeht, hat die Evolutions-Theorie wohl doch noch am meisten zu bieten.
captain // April 10, 2009 um 9:45 |
in dem auch nur eine Sache fundamental da steht, welche man nicht mehr hinterfragt, das nenne ich Fundamentalismus. Es brauch nicht 10 Eckpfeiler, ein Haus kann auch auf einem stehen.
uwe01 // April 13, 2009 um 7:36 |
Lach …giebt es eine Frage die ich auch beantwoten kann ….habe bei so vielen worten nichts kapiert,,klingt nach Politik….Meine meinung über den Glauben ,Er ist so vielfältig wie es menschen giebt und jedem seine ganz eigene Angelegenheit ,und keiner sollte dem anderen aufzwingen wie und an was er oder sie glauben soll…..grins LG von jemanden den keine Ahnung hat…uwe
chrissi2411 // April 13, 2009 um 8:51 |
„Der Glaube ist so vielfältig wie die Menschen selbst und die Angelegenheit eines jeden selbst. Keiner sollte dem Anderen vorschreiben, wie und an was er zu glauben hat.“ Hört sich für mich nicht „ahnungslos“ sondern ziemlich plausibel an! Danke @ Uwe!
uwe01 // April 14, 2009 um 7:22 |
Bitte gern geschehen bin jeder Zeit bereit meine Anungslosigkeit mit anderen zu teilen…..grins…Aber mahl im Ernst ich habe immer noch nicht deine eigentliche Frage ferstanden ….so schwierig kann sie doch nicht sein das es eine solche diskusion auslöst dessen Verlauf kein normahl Sterblicher verfolgen kann …..oder jemand wie ich……LG uwe
Manu // April 15, 2009 um 8:20 |
Man suche ein Video von vielen raus,
schreibe einen dummen Artikel in seinem Blog,
habe Leute, die damit nicht umgehen können,
und was haben wir? Diesen Artikel!
chrissi2411 // April 15, 2009 um 8:38 |
@Manu: Vielleicht hätte ein „Möge unser Gott sie segnen, beim ansehen dieser Webseite!“ den Artikel ja weniger dumm gemacht? Wer weiß das schon. Aber schön, dass nun noch jemand, der damit nicht umgehen kann, seinen Senf dazu gegeben hat, nicht wahr?!
chrissi2411 // April 15, 2009 um 8:50 |
@Uwe: Der Artikel selbst stellt meiner Meinung nach vordergründig keine spezifische Frage, sondern soll zeigen, dass christlicher Fundamentalismus mindestens genauso gefährlich sein kann wie der muslimische. Dennoch wirft er wohl die Frage auf – wo endet Wissen und wo beginnt der Glaube und was ist beides eigentlich? Und natürlich die Frage der Toleranz. Und wie du siehst, haben viele verschiedene Menschen viele verschiedene Meinungen dazu – wie so oft. Wobei ich es nach wie vor dabei belasse, dass mir dein Plädoyer an die Toleranz gegenüber der Entscheidung des Einzelnen auch am einfachsten und logischsten erscheint – doch so einfach ist es offenbar nicht immer.
uwe01 // April 19, 2009 um 6:05 |
Hallo chrissi,vieleicht soltest du die fragen etwas umstellen denn manschmahl sind die antworten recht einfach wen man alles aus einem anderen Blickwinkel betrachtet…..z.b.was ist Wissen und was ist Glauben….. Wissen ist das bewiesbare allen Seins….und der Glaube fängt an wenn das Wissen endet ,wo es keine beweise giebt fängt der Glauben an ,und Glauben bedeutet nichts anderes als zu hoffen das etwas so ist hat aber die möglichkeit das es doch anderster ist…Und Fundamentalismus ist nichts anderes als der Glauben der zu Wissen geworden ist nur weil der Verstand einzelner oder ganzer Kruppen nicht die Möglichkeit in betracht ziehen etwas könnte doch anderst sein als ihre überzeugungen….übrigens gilt dies nicht nur für Religionen sonder führ alle lebensbereiche…den was sind Vorurteile anderster als Fundamentalismus mann Glaubt etwas anderes als seine Mitmenschen verpackt es in die mogelpackung Wissen ,obwohl es keine beweise dafür giebt,und behauptet der ander hat Unrecht mit seiner Meinung …….LGuwe …PS…mein Vater sagt immer ,mit einem Augenzwinkern,….Unser Herrgott hat einen riesigen Tiergarten mit ganz vielen verschidenen Arten darin……
Simon Löschke // Juli 23, 2009 um 1:22 |
Hallo Chrissi,

ich habe deinen Beitrag und auch einige Kommentare gelesen, und es ist, wie ich finde, sehr interessant
Emotional beladen, wie immer, wenn man über Religion schreibt. Deine Position Chrissi kommt mir in deinem Artikel recht undeutlich rüber – hätte ich mir mehr gewünscht.
Zum Thema. Du pauschalisierst recht heftig! Ich bin Christ, glaube das Jesus Christus für meine Sünden gestorben ist. Allerdings freue ich mich nicht auf einen 3. Weltkrieg. Du hast dir die extreme Creme de la Creme rausgesucht, und damit heftigst polarisiert. Ich könnte jetzt genausogut radikale Atheisten raussuchen, die sich dieses Szenario, welches du schilderst, sehr wohl vorstellen könnten. Wie die Vergangenheit ja gezeigt hat (Oder wie willst due die niedermetzelung von geistlichen in der UDSSR bezeichnen?) Aber naja, wenn dir das gefällt.
Leider nicht seriös. Und natürlich, das allseits beliebte Steckenpferd: Kreationismus. Nun, dass es allerdings aber auch nicht DIE Evolutionstheorie, sondern nicht nur verschiedene, sondern verschiedenste (!) Evolutionstheorien gibt, verschweigst du recht gelassen. Auch schade. Aber Hauptsache, über einen Kamm geschoren, was? Damit reihst du dich selbst in die Reihe der Fundamentalisten ein und disqualifizierst dich (Anm: ich gebe dir aber recht, diese drei Jünglinge sollten ihre Aussagen doch nochmals reflektieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse sagen was anderes, bzw. können anders interpretiert werden), was ich wirklich sehr schade finde.
Nun zur Philosophie. Aristoteles kannte den monotheistischen Gottesbegriff als solchen und hat ihn auch vertreten (der unbewegte Beweger). Die Diskussion sei eröffnet.
Sei mir für meine Kritik nicht böse, aber wer anderen vorwirft, dass sie nicht differenzieren, sollte selbst damit angefangen haben
Simon Löschke // Juli 23, 2009 um 2:39 |
Ergänzung zu Peter P.
Wo bereitet Jesus seine Jünger zu? Wurstsalat?
Inhaltlich leider mehr als falsch.