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		<title>Uni(-)Sex: (Un)Tat oder Wahrheit?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 00:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<description><![CDATA[Unisex &#8211; leuchtet jedem ein. Das ist das Parfum für Paul UND Paula, das Shirt für Jan UND Jana oder was auch immer. Aber Uni-Sex? Glaubt da wirklich jemand dran? Also Sex an der Uni&#8230;Ok, vielleicht in eigenartigen Psychologie-Seminaren, in &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/06/16/uni-sex-untat-oder-wahrheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=740&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-741" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="uni" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/06/uni.jpg?w=500" alt="uni"   />Unisex &#8211; leuchtet jedem ein. Das ist das Parfum für Paul UND Paula, das Shirt für Jan UND Jana oder was auch immer. Aber Uni-Sex? Glaubt da wirklich jemand dran? Also Sex an der Uni&#8230;Ok, vielleicht in eigenartigen Psychologie-Seminaren, in denen das Sexualverhalten der menschlichen Gattung verbal unter die Lupe genommen wird. Aber so richtig live und in Farbe? Das übersteigt selbst meine sonst so blühende Phantasie. Und damit wären wir auch schon bei Episode 2 der tausend Gründe, warum Chrissi&#8217;s World in letzter Zeit so träge daher kommt: Diverse Themen wollen recherchiert werden. Aktuell: der besagte Uni-Sex. Was mir zu dem Thema und zu Männer und Frauen im Allgemeinen so spontan aus der Feder geflossen bzw. in die Tasten gefallen ist, lest ihr hier&#8230;<br />
Übrigens: Gegenmeinungen, &#8222;Erfahrungsberichte&#8220; etc. sind mehr als willkommen!</strong></p>
<p><span id="more-740"></span></p>
<p>Gibt es eigentlich irgendwas, das über Männer und Frauen noch nicht gesagt wurde? Er vom Mars, sie von der Venus, er kann Einparken, sie Multi-Tasken. Schon klar! Aber hilft das wirklich, den Anderen zu verstehen? Nein. Das andere Geschlecht – es ist und bleibt ein Mysterium. Wo genau liegt noch mal die Faszination beim Fußball? Außer dem Trikot-Tausch will mir da beim besten Willen nichts einfallen. Und warum erfinden Männer die unmöglichsten Dinge? Dass der Minirock, hochhackige Schuhe mit Pfennigabsätzen und der Tanga nur auf dem Mist von Männern gewachsen sein konnten, erstaunt mich wenig. Doch was zum Teufel hat sich dieser Newton eigentlich gedacht, als er die Differential- und Integralrechnung entwickelte? Und wozu brauchen wir eine Playstation, Herr Kutaragi?</p>
<p>Die Beziehung zwischen Mann und Frau – dagegen ist das Aufbauen einer Ikea-Küche ein Klacks. Einfach war das höchstens noch in der Grundschule: Er hat ihr seine Pausenmilch geschenkt, sie hat ihn beim Diktat abschreiben lassen und die Sache war geritzt. Doch diese Zeiten sind vorbei und seither frage ich mich, wann er war – dieser Zeitpunkt, als die Regel „Wenn wir uns geküsst haben, sind wir auch zusammen“ plötzlich nicht mehr galt. Mein engelsblonder unschuldiger Schwarm von damals ist inzwischen zum Schürzenjäger mutiert, hat sich seinen BMW tiefer legen lassen und statt Benjamin Blümchen hört er jetzt Scooter. Eine äußerst fragwürdige Entwicklung, die dazu geführt hat, dass wir inzwischen etwa so viel gemein haben wie Spongebob mit einem handelsüblichen Küchenschwamm.</p>
<p>Aber Gemeinsamkeiten – genau die braucht es laut Forschern für eine funktionierende Beziehung. Von wegen Gegensätze ziehen sich an! Aber Gleichgesinnte soll es an der Uni ja jede Menge geben und angeblich rekrutieren Studenten den Partner fürs Leben mit Vorliebe zwischen Hörsaal und Mensa. Für die ersten fünf Minuten Gesprächsstoff ist dann schon mal gesorgt. Im besten Fall kennt man dieselben Profs, über die man sich das Maul zerreißen kann und im Notfall wird über die Qualität des Mensa-Essens philosophiert. Doch soweit muss es dann doch erstmal kommen. Denn sind wir mal ehrlich: All die Klischeevorstellungen, dass im Seminar plötzlich der Traumprinz neben einem sitzt und den Stift aufhebt, den man gerade &#8211; natürlich ganz zufällig &#8211; fallen lassen hat, ist eben doch nur ein Klischee beziehungsweise Wunschdenken. Und wenn im eigenen Studiengang kein potentieller Deckel zum eigenen Topf herumrennt, sind auch diverse Fachschaftspartys kein lohnenswertes Jagdrevier mehr.</p>
<p>Ohnehin haben wir abseits von Vorlesungen das „ignonrant aneinander vorbeirennen“ perfektioniert. Schließlich sind wir viel zu beschäftigt damit, nach der S-Bahn zu rennen, noch schnell in den Aufzug in die vierte Etage zu springen oder uns um den Kaffeeautomaten zu drängeln, um nach der letzten vollen Milchpackung zu suchen. Dass in solchen Situationen wirklich Romantik aufkommen könnte, scheint unwahrscheinlich.</p>
<p>Sehen wir der Realität ins Auge: Die Uni hat genauso viel Sexappeal wie weiße Frottee-Socken im Bett – nämlich gar keinen. Das einzige, das hier kribbelt, sind im höchsten Fall noch die toxischen Mischungen in den Reagenzgläsern der Chemiestundenten. Oder will mir ernsthaft jemand weismachen, die schmutzigen Toiletten, hölzernen Vorlesungsbänke oder von Studenten überfüllten Grünflächen animieren zum gepflegten One-on-One? Und was die berüchtigten Techtelmechtel zwischen Professoren und Studentinnen angeht: Also entweder muss ich an meinem nichtvorhandenen Vaterkomplex arbeiten oder an meinen Vorlesungen – oder eben an beidem. Aber mal im Ernst: Intelligenz soll so manchen Mann ja schon attraktiver erscheinen lassen, als er dann tatsächlich ist, aber den eigenen Professor? Hell no! Dann doch lieber den Stift &#8211; wirklich ganz zufällig &#8211; fallen lassen und ihn selber wieder aufheben müssen.</p>
<p>Bildquelle: photocase</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/740/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/740/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=740&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die neue &#8222;pflichtlektüre&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 07:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=736&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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		<title>Von Welt, kleinen Fingern und ganzen Händen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 12:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chrissi]]></category>
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		<description><![CDATA[30 Mal drücken, zwei Mal pusten, 30 Mal drücken, zwei Mal pusten&#8230;So war das doch mit der Reanimation, oder? Ja, dieser Blog lebt! Zugegebenermaßen machte er lange einen äußerst schwächelnden Eindruck, Wachkoma sozusagen. Aber als geübte Hobbykrankenschwester werde ich auch &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/06/07/von-welt-kleinen-fingern-und-ganzen-handen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=732&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-733" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="obama" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/06/obama.jpg?w=141&#038;h=300" alt="obama" width="141" height="300" />30 Mal drücken, zwei Mal pusten, 30 Mal drücken, zwei Mal pusten&#8230;So war das doch mit der Reanimation, oder? Ja, dieser Blog lebt! Zugegebenermaßen machte er lange einen äußerst schwächelnden Eindruck, Wachkoma sozusagen. Aber als geübte Hobbykrankenschwester werde ich auch in diesem Fall meine Bestes geben, um den Patienten wieder auf die Beine zu bringen. Erster Schritt nach der Reanimation: Gesprächstherapie zur Verarbeitung des Erlebten. Bereit für einen Tauchgang in die letzten 30 Tage, die Abgründe der Welt &#8211; der von Chrissi&#8217;s World? Episode 1: Wie Obama die Welt verändert &#8230;</strong></p>
<p><span id="more-732"></span><span style="text-decoration:underline;">1. Wie Obama die Welt verändert und warum wir einem gutaussehenden Präsidenten alles glauben<br />
</span></p>
<p>Er lächelt, wie es sonst nur Perlweiß-Werbemodels können. Seine Stimme klingt so sanft und überzeugend, wie die des Wolfes, der vorab ein Kilo Kreide verspeist hat, um die kleinen Geißlein zu täuschen. Er hält Ex-KZ-Häftlingen die Hand, steht dazu, wenn er einen Fehler gemacht hat und hat für jeden Anlass den passenden Gesichtsausdruck und die richtigen Worte noch dazu. Sogar witzig ist er. Ja,  es fällt verdammt schwer, diesen Mann nicht irgendwie zu mögen: Barack Obama. Selbst die von Herzen aus eher misstrauischen Ossis haben vor ein paar Tagen vor laufender Kamera in Dresden bekannt: &#8222;Nee dän Busch, doar wussde moar ja gor nisch, dän gonndisch joah nie rischdisch leiden, oar där Obama &#8211; där gonn die Weld verännern!&#8220;</p>
<p>Und ein kleines Stück hat er die Welt tatsächlich schon jetzt verändert. Diese Welt begann für mich vor wenigen Wochen am New Yorker Flughafen JFK. Nicht nur der Präsident, auch die Männer an der Passkontrolle scheinen nun jünger, besser aussehend und netter zu sein. Statt einem grimmigen &#8222;Put your finger there!&#8220; gab&#8217;s diesmal ein &#8222;Hey, how are you? So what do u do for living? Oh you&#8217;re a student? Journalism? Oh, so you&#8217;re only gonna write good things about the US, right?!&#8220; Erster Gedanke: Netter Small-Talk. Zweiter Gedanke: Vorsicht! Umso mehr der uniformierte Mann hinter der Glasscheibe sagte, desto mehr überkam mich &#8211; genauso wie im Fall von  Obama &#8211; so ein eigenartiges Gefühl, dass ich weich gekocht, um den Finger gewickelt werden sollte, um einer schönen Atrappe auf den Leim zu gehen. Ganz beiläufig wurde ich aufgefordert, meine komplette Hand auf den Scanner zu legen. &#8222;The whole hand? It&#8217;s only been one finger the last time I&#8217;ve been here. How come?&#8220;, fragte ich. &#8222;For your own safety&#8220;, sagte er. Natürlich! Wie konnte ich das nur vergessen? Sagen sie das nicht alle? Alles &#8211; alle Kriege, jegliche Datenspionage, Antisemitismus &#8211; alles zu unserer eigenen Sicherheit. Das dürfte inzwischen jedes Kind begriffen haben. Die da oben wollen doch immer nur alles zu unserem Besten. Klar!</p>
<p>Das war also eigentlich der Punkt, an dem ich hätte den Rand halten und nett nicken sollen. Doch mein vorlautes Mundwerk machte mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung. &#8222;For my own safety? C&#8217;mon!&#8220;, rutschte es mir raus. Nach einem verdutzten Gesichtsausdruck, erklärte mir der junge Beamte wohlwollend, dass ich mit dem Abdruck meiner kompletten Hand nun auch  fast genauso komplett vor Passbetrügern geschützt sei. &#8222;If someone steals your passport, we got all your fingers &#8211; no one can fake that. We will catch them.&#8220; Und schwups, da war es: Ein weiteres &#8222;C&#8217;mon!&#8220; entwich meinen Lippen. &#8222;My informations are only  interesting for you once I enter the states &#8211; else u don&#8217;t give a damn. You don&#8217;t check anyone who leaves &#8211; so my passport would be gone anyways.&#8220; Die Augen des Passkontrolleurs wurden immer größer und doch wich dieses eigenartige zuvorkommende Lächeln nicht von seinem Gesicht. &#8222;Well yeah we don&#8217;t really check on people who leave but if something happens and we have a weird feeling, we will check and catch someone who stole your passport.&#8220; Ok, machte das jetzt Sinn? Wäre das ein Verkaufsgespräch gewesen, hätte ich wohl spätestens hier gemerkt, dass da jemand versuchte, mir eine Mogelpackung anzudrehen. Aber darüber schaute ich in diesem Fall wohlwollend hinweg. Eine Wahl hatte ich ohnehin nicht. &#8222;Uhm ok. So where will my data be saved? Only here?&#8220;, fragte ich. &#8222;Yeah well that&#8217;s what they say&#8220;, antwortete der Beamte. Das &#8222;Oh well they&#8217;ve been telling so much bullshit already&#8220;, verkniff ich mir dann doch &#8211; schließlich wollte ich weder einen Sondervermerk á la &#8222;besonders nervige und zu neugierige deutsche Göre&#8220; in meiner &#8222;US-Akte&#8220;, noch wollte ich den wartenden Touristen hinter mir den letzten Nerv rauben.</p>
<p>Aber ja: Obama hat die Welt verändert. Kommt die Welt nach Amerika, nimmt er nicht mehr nur den kleinen Finger, sondern gleich die ganze Hand. Andersrum läuft es umgekehrt. Kommt Amerika &#8211; sprich Obama &#8211; in die Welt, muss der kleine Finger reichen. Friedensangebote an die islamische Welt. Viel &#8211; zugegebenermaßen schönes &#8211; Blabla. Doch wo bleiben die konkreten Handlungsvorschläge, wo ist die ganze Hand? Die Palästinenser sollen ihren eigenen Staat bekommen? Bravo, Mister President! Dass wir da nicht alle gleich drauf gekommen sind! Welch bahnbrechender Vorschlag! Und dann? Dann sind alle vorherrschenden Probleme aus der Welt geräumt, nur weil der amerikanische Präsident plötzlich auch findet, dass es eine Zwei-Staaten-Lösung braucht, bei der der Eine den Anderen anerkennt? Komisch &#8211; bevor er das offen ausgesprochen hat, wollte das trotzdem nie funktionieren. Oder war das einfach nur die Strategie &#8222;Wenn ich beiden ein bißchen auf den Schlips trete, fühlt sich niemand ungerecht behandelt oder bevorzugt&#8220;? Stopp des Siedlungsbaus vs. Anerkennung Israels, Stopp der Gewalt vs. Palästinenserstaat?</p>
<p>Was sollen wir nun von dieser neuen Freundlichkeit, dem neuen Umgangston, dem neuen Kurs halten, wenn Amerika in die Welt kommt und die Welt nach Amerika? Sind das wirklich alles nur gute Absichten, deren Umsetzung noch zu wünschen übrig lässt? Guantanomo-Häftlinge, die frei gelassen werden sollen, doch niemand will sie haben. Frieden im Nahen Osten, doch niemand will einlenken.  Meine Fingerabdrücke für meine eigene Sicherheit, obwohl bei der Ausreise ohnehin niemand kontrolliert. Mehr Transparenz, aber die Fotos aus Abu Ghraib werden zurückgehalten. Glaubt das jemand? Aber ja: Er ist ja so jung, gutaussehend und sympathisch, nicht wahr?! Und de Weld verännern wirddär, haddar joah schon!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/732/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/732/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=732&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Was sind wir alle zeitgemäß</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 11:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um Chrissi&#8217;s World ist es ruhig geworden innerhalb der letzten Stunden, Tage, Wochen. Nun könnte ich behaupten, ich hätte mir die Zeit in Greenpeace-Sitzungen vertrieben, in denen wir grünen Seelen nach einem passenderen Namen für die Schweinegrippe gesucht haben &#8211; &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/05/03/was-sind-wir-alle-zeitgemas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=729&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-730" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="new_york13" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/05/new_york13.jpg?w=160&#038;h=242" alt="new_york13" width="160" height="242" />Um Chrissi&#8217;s World ist es ruhig geworden innerhalb der letzten Stunden, Tage, Wochen. Nun könnte ich behaupten, ich hätte mir die Zeit in Greenpeace-Sitzungen vertrieben, in denen wir grünen Seelen nach einem passenderen Namen für die Schweinegrippe gesucht haben &#8211; weil die armen Tiere ja nun auch nichts dafür können. Ja, auch die Ausrede, ich hätte mich aus Angst vor sozialen Unruhen in den eigenen vier Wänden verschanzt, klingt irgendwie zeitgemäß. Oder wie wär&#8217;s mit: Die Wirtschaftskrise hat mich so hart getroffen &#8211; ich konnte es mir einfach nicht mehr leisten, Zeit fürs Bloggen zu verschwenden, denn Zeit &#8211; Zeit ist Geld, das ich nicht habe!?  Aber &#8222;Lügen haben kurze Beine&#8220;, hat Mama immer gesagt. Also gibt&#8217;s jetzt hier die ganze Wahrheit, echter Enthüllungsjournalismus sozusagen&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-729"></span>Ein Grund, drei Buchstaben: NYC.  Ja, Chrissi fliegt nach New York und das bedurfte selbstverständlich einiger Planungszeit. Warum ausgerechnet New York City? Voyeuristischer Sensationstourismus!  Ich will sie mir anschauen &#8211; von Angesicht zu Angesicht mit der Pest der Neuzeit &#8211; diese Banker, Manager oder auch Heuschrecken genannt. Und dann? Dann werde ich selbstverständlich die faulen Tomaten, Eier und Farbbeutel aus der Tasche kramen und mich dank akkurater Wurfkunst zum Robin Hood des kleinen Steuerzahlers schießen. Allerdings befürchte ich, dass es mir doch etwas an Aggressionspotenzial mangeln wird.</p>
<p>Also sollte ich diesen Ausflug wohl doch lieber unter der Sparte &#8222;Konfrontationstherapie&#8220; verbuchen. Wenn ich mir einen der letzten <a href="http://roterhai.wordpress.com/2009/04/30/apocalypse-du-sau/">Blogeinträge vom Roten Hai</a> durchlese, scheint mir diese Beschreibung ziemlich treffend. &#8222;Finanzkrise, Terrorismus, Islamismus, Schweinegrippe und Klimawandel&#8220; stehen da ganz oben auf der Angst-Skala. Und in dieser Hinsicht sind das gleich fünf Fliegen mit einer Klappe. Auf der Wall Street werde ich den großen goldenen Bullen streicheln, am Ground Zero den Koran auspacken und zu Allah beten. Außerdem werde ich mich auf die Suche begeben &#8211; nach den 75 New Yorker Schülern mit dem Schweinegrippe-Virus und jedem Kind in Schuluniform ein Miss-Piggy-Kuscheltier schenken. Was ich gedenke gegen den Klimawandel zu tun? Ich stopfe Muffins in die Auspuffrohre sämtlicher New Yorker Yellow Cabs &#8211; sollen die doch alle laufen, ist eh viel gesünder!</p>
<p>Ja, so selbstlos habe ich meine Zeit innerhalb der letzten Stunden, Tage und Wochen verbracht. Pläne habe ich geschmiedet &#8211; darüber, wie ich das Elend dieser Welt bekämpfen werde. Natürlich könnte ich auch einfach zugeben, dass ich eigentlich viel mehr damit beschäftigt war, das passende Gepäckstück für meine Reise auszusuchen und meine Einkaufsliste minutiös zu planen. Genauso gut könnte ich gestehen, dass mir die ewig selbe Sensationsberichterstattung der vergangenen Tage dermaßen auf den Zeiger ging, dass es mir das Ganze einfach nicht Wert war, auch noch meinen Senf dazu abzugeben. Aber das wäre uncool und so gar nicht zeitgemäß. Und so findet auch eine Studentin, die in Zeiten der Wirtschaftskrise so ganz unzeitgemäß ihr Geld für dekadente Wochenendausflüge aus dem Fenster wirft, noch tausend gute Gründe für eben dieses Vorhaben.</p>
<p>Und wenn wir schon mal beim Thema &#8222;Zeitgemäß&#8220; und &#8222;gute Gründe&#8220; sind: In diesen ach so bitteren Zeiten wollen die Menschen laut Oliver Pocher vor allem eines &#8211; Lachen. Da Oliver Pocher meiner Meinung nach allerdings nicht wirklich die geborene Amüsiergarantie ist, habe ich für alle Daheimgebliebenen ohne Therapiestunde in NYC noch einen viel besseren und ganz ernst gemeinten Tipp: Am Donnerstag, 7. Mai, 20 Uhr gibt&#8217;s im Dortmunder <a href="http://www.domicil-dortmund.de/">Domicil </a>die zweite Ausgabe der Poetry Slam Lesebühne mit Sebastian23, Andy Strauß, Sulaiman Masomi und Mischael-Sarim Vérollet. Prädikat: Sehenswert.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/729/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/729/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=729&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Invasion der Plastikfrüchte</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 09:14:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Plastikfrüchte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt ist gemeingefährlich, ja geradezu mörderisch. Und nein, wir reden hier nicht von lapidaren Dingen wie der Weltwirtschaftkrise, irgendwelchen unbedeutenden Kriegen oder etwa kleinen Kindern, die irgendwo nichts zu essen bekommen. Nein, die Warnung, die heute die Öffentlichkeit erreichte, &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/04/17/die-invasion-der-plastikfruchte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=724&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-725" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="apfel" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/04/apfel.jpg?w=500" alt="apfel"   />Die Welt ist gemeingefährlich, ja geradezu mörderisch. Und nein, wir reden hier nicht von lapidaren Dingen wie der Weltwirtschaftkrise, irgendwelchen unbedeutenden Kriegen oder etwa kleinen Kindern, die irgendwo nichts zu essen bekommen. Nein, die Warnung, die heute die Öffentlichkeit erreichte, verursachte einen wahren Schrei des Entsetzens. Eine Nachricht, bei der sich jeder wünscht, es solle doch lieber Kröten regnen, das Ozonloch möge uns verschlingen oder die Sintflut unsere Häuser hinfortreißen &#8211; nur eben das nicht. Ja, die Katastrophe, die jetzt über uns hineinbricht, ist die wahre Bedrohung der Menschheit: Plastikfrüchte!</strong></p>
<p><strong><span id="more-724"></span></strong><img src="/DOKUME%7E1/CHRIST%7E1/LOKALE%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image001.gif" alt="" width="1" height="1" />Welch unerwartete Wendung: Von Kindesbeinen an wurden uns süße Früchtchen als die Rettung unseres Vitaminhaushalts verkauft. Und weil &#8222;Nimm2&#8243; und andere Vertreter der Süßwarenindustrie uns erklärten, dass sie den Vitamingehalt eines ganzen Obstsalates in ein einziges Bonbon pressen können, haben wir eifrig gegen unseren gesundheitlichen Verfall angelutscht. Natürlich haben wir uns immer gefragt, wie die das machen und kamen zu dem Schluss, dass diese übersinnliche Gabe nichts außer unserer größten Bewunderung verdiente:  Während mancher Bauer noch immer rätselte, wie er am besten 600 Hühner in einer Legebatterie verstaut, haben &#8222;Nimm2&#8243; &amp; Co. es geschafft, dass so viele kleine knuffige Vitamine sich in einem kleinen Bonbon vereinen, ohne Streit, ohne dass Vitamin A dem Vitamin B ein Auge aushackt. Der Erfolg gab ihnen Recht: Wir wurden immer dicker und dass das ein Zeichen bester körperlicher Konstitution ist , wusste schließlich schon die Hexe bei Hänsel und Gretel.</p>
<p>Nun soll all das, was wir zu wissen glaubten, plötzlich wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, uns den Boden unter den Füßen wegreißen &#8211; oder besser gesagt die Vitamine unter den Zähnen. Das wollige Fruchtgefühl weicht der nackten Angst. Es ist die Panik vor den Illuminaten der Obstabteilung.&#8220;Wir sind unter euch&#8220;, flüstern die perfekt getarnten Plastikorangen und Kunststoffbananen mit gehässiger Stimme. Doch sie wurden entlarvt &#8211; diese schwarzen Schafe unter den bunten Fruchtlämmern. Verkleidet als Riesenkiwis und menschengroße Wassermelonen haben sich die Mitarbeiter des Mainzer Verbraucherschutzministeriums in die Supermärkte der Nation geschlichen, sich dort unter die Obstauslage gemischt, um das Obst und Gemüse auszufragen, wie Günter Wallraff einst die BILD-Mitarbeiter. Ihre Skandal-Story haben sie sofort an sämtliche Presseagenturen rausgeschickt, mit folgender schockierenden Warnung: „Dekorationsartikel aus Kunststoff sehen echten Früchten zum Verwechseln ähnlich. Dieses Möchte-Gern-Obst hat es vor allem auf unsere Kleinsten abgesehen, weil die eben noch nicht so gut sehen können. Indem sie ihnen zurufen ‚Ich schmecke wie Schokolade, bin aber gesund wie der Spinat, den du bei Mama nicht essen willst&#8217;, verführen sie Halbwüchsige zum Zubeißen &#8211; damit wollen sie deren kleine Mägen, Luft- und Speiseröhren später zum Platzen bringen.&#8220;</p>
<p>Eltern sind entsetzt, ein lautes Raunen geht durch ihre Reihen. Gerade noch wollten sie sich darüber aufregen, dass die Sozis die Bürger gerade mal wieder ganz unsozial verarschen wollen &#8211; 300 Euro für den Verzicht auf jene Steuererklärung, mit der man sich hätte um die 1000 Euro zurückholen können. „Die spinnen doch, die Säcke! Für wie blöd halten die uns eigentlich? Um Bürokratie einzusparen? Dass ich nicht lache! Alles was die einsparen wollen, ist mein Geld!&#8220;, schrie Vater Herbert gerade noch aufgebracht. Auch Mama Cindy aus Dresden wollte eben noch einen Drohbrief an die CDU-Zentrale schicken, weil die  den Solidaritätszuschlag abschaffen wollen. Doch Cindy und Herbert haben nun Wichtigeres zu tun. Sie sind sich einig: Sperrt die Kinder in den Keller &#8211; dort wo sie sicher sind vor diesen gemeingefährlichen Plastikfrüchten!</p>
<p>Mit ihrer Sorge sind sie nicht alleine. Die Milchbauern haben ihre Streiks gegen sinkende Milchpreise niedergelegt und sich ab sofort der Rettung der Kinder verschrieben. Wer sonst würde die ganze Schokomilch trinken, tausende Kinderriegel mit den unzähligen darin verarbeiteten Litern Milch verschlingen? Ja, wenn das Plastikobst über den Nachwuchs siegt, dann siegt es auch über die Milchbauern. Demonstriert wird jetzt an anderer Stelle: Der Verein für Kinderschänder und Pädofile (VKP) ruft zur Gegenwehr auf. Nach der Sperrung der Kinderporno-Seiten könnte es nun passieren, dass die heranwachsenden Zweibeiner auch in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. „Plastikfrüchte töten Früchte der Versuchung&#8220;, steht auf den Transparenten des VKP.</p>
<p>Die Mainzer Verbraucherschutzzentrale hat inzwischen eine neue Pressemitteilung rausgegeben: „Achtung: Pädofile Demonstranten sehen aufgebrachten Milchbauern zum Verwechseln ähnlich. Sie haben es vor allem auf unsere Kleinsten abgesehen. PS: Über Steine kann man stolpern, Zungenküsse mit einer Inlandtaipan können tödlich enden und Traubenzucker sieht Kokain zum Verwechseln ähnlich &#8211; lassen Sie sich von Ihrem Dealer nicht hinters Licht führen!&#8220;</p>
<p>Bildquelle: photocase</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/724/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/724/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=724&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Unglaublicher Glaube</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 05:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sohnemann treibt es mit Nutten und raucht Marihuana. Die Mama findet das ok. Für die wiederum sind Abtreibungen so normal wie das tägliche Zähneputzen und ins Schlafzimmer hat sie sich zwei homosexuelle Männer geholt, damit sie ihnen beim Sex &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/04/01/unglaublicher-glaube/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=718&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-719" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="fundamentalismus" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/04/photocase868k6lf62.jpg?w=500" alt="fundamentalismus"   />Der Sohnemann treibt es mit Nutten und raucht Marihuana. Die Mama findet das ok. Für die wiederum sind Abtreibungen so normal wie das tägliche Zähneputzen und ins Schlafzimmer hat sie sich zwei homosexuelle Männer geholt, damit sie ihnen beim Sex zusehen kann. Das wiederum findet ihr Mann vollkommen ok.  Auf der Straße hängen Christen an großen Kreuzen. Atheisten haben sie dort angenagelt, angezündet und tanzen nun gemeinschaftlich wie Rumpelstilzchen freudig ums lodernde Feuer. So sieht laut christlichen Fundamentalisten eine von Atheisten regierte Welt aus&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-718"></span> Drei junge Männer holen zum Verbalschlag gegen die Evolution und den Atheismus aus. Dass sie dabei, wenn überhaupt, nur eines beweisen &#8211; nämlich ihre eigene Verwirrtheit &#8211; scheint ihnen noch nicht einmal aufzufallen. Die Beweisführung gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse ist selbstverständlich lückenlos: &#8222;Falls wir wirklich vom Affen abstammen sollten, wie kann es dann sein, dass Babys nicht als Affen geboren werden&#8220;, fragt der bärtige Jüngling Gottes. Den Rest seiner Theorie schmückt er mit einer Prise Sarkasmus und findet sich dabei wohl besonders intelligent und witzig:  &#8222;Mehrere Millionen Jahre, damit sich ein Affe in einen Menschen verwandelt? Oh ja stimmt &#8211; Affen leben nicht mehrere Millionen Jahre&#8220;, suhlt er sich in Selbstbestätigung. Nun gut, lassen wir uns mal auf seine Theorie ein. Aber halt &#8211; dann dürfte es inzwischen ja gar keine Affen mehr geben. Wie kann das sein? Hat Gott etwa Gnade walten lassen und gesagt &#8222;Lieber Affe, ich werde dein Haltbarkeitsdatum verlängern&#8220;? Und müssten unsere Hauskatzen dann nicht auch afrikanische Wildkatzen zur Welt bringen &#8211; schließlich stammen sie ja von dieser ab?!</p>
<p>Doch ich sollte lieber nicht zu viele Fragen stellen. Schließlich macht der wollmützendtragende Jüngling Nr. 2 schnell unmissverständlich klar: &#8222;Wer nicht daran glaubt, dass Gott die Erde geschaffen hat, landet in der Hölle.&#8220;  Und zu dieser Hölle würde er ohne seinen Glauben offensichtlich schon auf Erden selbst beitragen. &#8222;Wenn ich nicht das jüngste Gericht fürchten würde, dann würde ich oft, oft, oft töten&#8220;, sagt er. Na gut zu wissen, sage ich da nur!</p>
<p>Wie drei junge Menschen so viel Schwachsinn auf einmal reden können, bringt Jüngling Nr.3 ziemlich passend auf den Punkt: &#8222;Menschen können nicht selbstständig denken und sind durch die Realität verwirrt. Deswegen sind Menschen bereit, alles zu glauben, was Wissenschaftler ihnen erzählen.&#8220; Ja, genau! Und ihm hat man (auch wenn das in diesem Fall wohl keine Wissenschaftler waren) wahrscheinlich jede Menge dummes Zeug erzählt, das er bereitwillig glaubt.</p>
<p>Normalerweise ist gegen Religion nichts einzuwenden &#8211; jedem das seine. Wenn das Ganze jedoch in einen gefährlichen Fundamentalismus abdriftet, bei dem sich dessen Anhänger von jeglicher Logik und Form des Verstands befreien, so kann das niemand gutheißen. Fundamentalismus wird zumeist mit dem Islam, Terrorismus, Unterdrückung der Frau und anderen Stereotypen in Verbindung gebracht. Dass es einen christlichen Fundamentalismus gibt, der nicht weniger gefährlich und absurd ist, scheinen viele zu vergessen. Genauso verdrängt wird der Fakt, dass die Zahl der christlichen Fundamentalisten zunimmt. In den Vereinigten Staaten bezeichneten sich bereits 2006 rund 53 % aller Erwachsenen als Fundamentalisten. &#8222;<a href="http://www.readers-edition.de/2006/08/18/christliche-fundamentalisten-ruesten-fuer-den-endkampf">Readers Edition</a>&#8220; berichtete damals: &#8222;Auch in Deutschland gibt es beunruhigende Tendenzen: Laut fowid glauben 39 % der Deutschen nicht an die Evolutionstheorie &#8211; die am besten belegte wissenschaftliche Theorie überhaupt. 25 % der Befragten stimmen stattdessen mit Kreationismus oder Intelligent Design überein. Anhänger des Kreationismus oder der zugehörigen Pseudowissenschaft Intelligent Design glauben: Gott hat die Welt innerhalb von sechs Tagen erschaffen.&#8220;</p>
<p>Wie gefährlich der christliche Fundalismus tatsächlich ist, legte der Rest des Artikel dar: &#8222;Laut dem Telepolis-Artikel <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23322/1.html">Armageddon und der apokalyptische “Holocaust”</a> freuen sich evangelikale Endzeitchristen über jedes Anzeichen eines dritten Weltkrieges. Im finalen Endkampf spielt Israel eine entscheidende Rolle, was auch der Grund für sehr viele US-Amerikaner ist, das andere auserwählte Volk politisch zu unterstützen. Wenn Daniel Ayalon, Israels Botschafter in den USA, jedoch wüsste, was die Evangelikalen letztendlich mit den Juden vorhaben, würde er sich bestimmt nicht mehr über die Unterstützung der USA freuen. [...] Evangelikale wiederholen immer wieder folgendes Bibelzitat: &#8216;Wer an ihn (Jesus Christus) glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.&#8217;  (Johannes 3, 18) Ein evangelikaler Prediger <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23322/1.html">sagte</a> über den Massenmord der Juden durch die Nazis: &#8216;Indem er das erhaltene Volk in das erhaltene Land zurücktreibt, hilft Hitler, der selbst nicht an die Bibel glaubt und das Wort Gottes verhöhnt, die herausragendste biblische Prophezeiung zu erfüllen.&#8217; [...] Egal, ob Hitler biblische Prophezeiungen erfüllen wollte oder nicht, christliche Fundamentalisten wollen es auf jeden Fall. Und eines steht fest: Sobald die Evangelikalen der Meinung sind, Jesus sei nach Israel zurückgekehrt, geht es den Juden an den Kragen, mal wieder. Diesmal sind jedoch auch die Moslems dran, genau wie natürlich die Hauptfeinde aller Religionen, die Atheisten.&#8220;</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/04/01/unglaublicher-glaube/"><img src="http://img.youtube.com/vi/qO9IPoAdct8/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/718/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=718&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Geheimnisverrat per Post</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 18:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Jedes Geheimnis, das man mitteilen will, erfordert eine Freundschaft&#8220;, schrieb Balzac einst. Damals ahnte der französische Schriftsteller wohl noch nicht, dass sich etwa 140 Jahre nach seinem Ableben ein digitales Informationsnetz namens &#8222;Internet&#8220; auf den Weg machen würde, um die &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/03/24/geheimnisverrat-per-post/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=714&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-715" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="secret" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/03/secret.jpg?w=204&#038;h=272" alt="secret" width="204" height="272" />&#8222;Jedes Geheimnis, das man mitteilen will, erfordert eine Freundschaft&#8220;, schrieb Balzac einst. Damals ahnte der französische Schriftsteller wohl noch nicht, dass sich etwa 140 Jahre nach seinem Ableben ein digitales Informationsnetz namens &#8222;Internet&#8220; auf den Weg machen würde, um die Welt zu erobern. Heute, 20 Jahre nach der Erfindung des &#8222;World Wide Web&#8220;, braucht es längst keine Freundschaft mehr, um die Abgründe der eigenen Seele zu offenbaren.  Im Netz finden sich unzählige Seiten, Blogs und Foren, in denen Menschen ihre dunkelsten Geheimnisse einer anonymen Masse preisgeben. Und doch gibt es inmitten dieser unbekannten Leserschaft so etwas wie einen Freund: Frank Warren, der Sammler der schönsten, traurigsten, lustigsten, absurdesten, bewegendsten und gefährlichsten Geheimnisse&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-714"></span>&#8222;I married someone who I don&#8217;t love just because I wanted to wear the dress&#8220;, &#8222;Three years ago I tried to kill myself. Now I&#8217;m 18 years old and people say I&#8217;m happy. But  I still want to die&#8220;, &#8222;When my roommates aren&#8217;t around, I look through their cameras and delete the pictures I look bad in&#8220;. Frank Warren hat bereits tausende solcher anonymen Geständnisse aus seinem Briefkasten gefischt. Die Rolle als international bekannter Beichtvater hat der 44-jährige US-Amerikaner aus Maryland einem Kunstprojekt namens &#8222;Post Secret&#8220; zu verdanken. Geboren wurde das Projekt auf einer Kunstausstellung in Washington im Jahr 2005. Damals verteilte Warren leere Postkarten an die Besucher. Die darauf beschriebene Idee war so simpel wie neu. Der 44-Jährige forderte die Menschen dazu auf, per Postkarte ein Geheimnis preiszugeben, anonym. Voraussetzung:  &#8222;Es muss nur wahr sein und Sie dürfen es noch niemandem zuvor erzählt haben.&#8220;</p>
<p>Inzwischen hat Warren mit dieser Aufforderung eine ganze Postkarten-Lawine losgetreten. Bis zu 1000 Kleinkunstwerke erreichen  seinen Privatbriefkasten in Maryland pro Woche. Von sexuellen Vorlieben und Sehnsüchten bis hin zu begangenen Verbrechen und Selbstmordgedanken schreiben sich die anonymen Absender alles Mögliche von der Seele. Mittels künstlerisch gestalteten Postkarten brechen sie ihr Schweigen. In wie weit dabei jeder die Vorgabe, es müsse sich um ein wahres Geheimnis handeln, auch wirklich Ernst nimmt, sei dahin gestellt. Doch ob die Mutter nach dem &#8222;Schluck-Geständnis&#8220; ihrer Tochter nun gefragt hat, wie Sperma schmeckt oder nicht &#8211; das tut dem Zauber von &#8222;Post  Secret&#8220; keinen Abbruch.</p>
<p>Post Secret ist ein Projekt, das bewegt. Vier <a href="http://www.amazon.de/PostSecret-Extraordinary-Confessions-Ordinary-Lives/dp/0060899190/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1237917028&amp;sr=8-2">Bücher </a>mit gesammelten Werken wurden bereits veröffentlicht. Der zugehörige <a href="http://postsecret.blogspot.com/">Blog </a>wurde sechs Mal ausgezeichnet und gehört zu den populärsten weltweit. Jeden Sonntag wird die Seite aktualisiert, ein Archiv gibt es leider nicht. Die Einnahmen aus Warrens Projekt fließen in die Suizidpräventionsaktion Hopeline.</p>
<p>Inzwischen gibt es  international vier weitere Post-Secret-Blogs, auf denen Geheimnisse in der jeweiligen Landessprache veröffentlicht werden. Die <a href="http://www.postsecretdeutsch.de/">deutsche Version</a> ging vergangenen Monat an den Start und wird von Sebastian aus Tübingen geleitet. Dort findet sich auch das neuste anonyme Geheimnis aus Deuschland vom 22. März: &#8222;Ich habe Verständnis für Kiddies, die Amok laufen&#8230;Wenn der Druck zu viel wird&#8230;Ich verstehe das. Ich bin als Teenager nur deshalb nicht Amok gelaufen, weil ich keine Waffe hatte. In meiner Phantasie war ich eine kranke Killerin.&#8220;</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/03/24/geheimnisverrat-per-post/"><img src="http://img.youtube.com/vi/5Ocma5l-kXY/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/714/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/714/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=714&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das &#8222;Selbst&#8220; läuft nicht Amok &#8211; es ist das &#8222;Wir&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 19:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Amok]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schulmassaker]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8222;Dass Menschen Individuen sind, das ist die größte Lüge des Abendlandes&#8220;, pflegt mein Ethik-Professor zu sagen. Und auch wenn ich mir spätestens seit des Seminars, in dem er Erstsemester-Studierende Bäume umarmen ließ,  nicht mehr ganz sicher bin, ob ihm die &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/03/20/das-selbst-lauft-nicht-amok-es-ist-das-wir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=709&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-710" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="amok2" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/03/amok2.jpg?w=500" alt="amok2"   />&#8222;Dass Menschen Individuen sind, das ist die größte Lüge des Abendlandes&#8220;, pflegt mein Ethik-Professor zu sagen. Und auch wenn ich mir spätestens seit des Seminars, in dem er Erstsemester-Studierende Bäume umarmen ließ,  nicht mehr ganz sicher bin, ob ihm die Rolle des abgedrehten Gurus nicht besser zu Gesicht stehen würde als die des Professors, so hat er doch in gewisser Weise Recht. Wir sind nicht einzigartig. Nein, wir sind weit entfernt von diesem sagenumwobenen &#8222;Selbst&#8220;, das weder Hirnforscher noch Philosophen bisher zu verorten mochten. Selbstverständlich sind die Gedanken und Emotionen zweier Menschen in derselben Situation nicht immer dieselben &#8211; das sind sie im seltensten Fall. Und es wird wohl auch niemand bestreiten wollen, dass wir so etwas wie eine &#8222;Persönlichkeit&#8220; besitzen. Dennoch sind wir eine Gesellschaft voller Copy-Cats. Wir kopieren, stilisieren, reproduzieren und kreieren somit nicht nur Vorbilder, Idole, Mythen und Kultfiguren, sondern auch die Abgründe der Menschheit. Diese Abgründe kosten manchmal Menschenleben &#8211; so wie beim Schulmassaker in Winnenden&#8230;</strong></p>
<p><strong><span id="more-709"></span></strong>Individuen &#8211; das sind wir. Aber nur angeblich. Und weil wir dieser &#8222;größten Lüge des Abendlandes&#8220; dermaßen verfallen sind, werden Menschen von Geltungssucht, der Gier nach Aufmerksamkeit heimgesucht. Manche machen sich dafür bei diversen Casting-Shows zum Affen, andere lassen sich die Brüste aufpumpen und wieder andere sind einfach nur bunt und schrill, besonders laut und extrovertiert oder eben auch besonders klug und erfolgreich. Und dann gibt es eben welche, die sind nichts von all dem. So scheint es kaum verwunderlich, dass gerade die Unauffälligen &#8211; also die, denen es an Aufmerksamkeit am meisten fehlt &#8211; hin und wieder bereit sind, auch auf schrecklichste Art und Weise die gewünschte Beachtung zu suchen.</p>
<p>Stellt sich die Frage, ob die Beachtungsschenkenden dann nicht auch eine Mitschuld tragen. In Sachen überschwängliche Beachtung haben wir uns hinsichtlich der weltweiten Schulmassaker in jedem Fall schuldig gemacht. Nicht nur die internationalen Medien haben sich jedes Mal überschlagen. Das School Shooting in Littleton an der Columbine Highschool schaffte es dank Michael Moore (Bowling for Columbine) und Gus Van Sant (Elephant) sogar zwei Mal auf die große Leinwand. Auch weitere Amok-Läufe in den USA, Finnland und Deutschland wurden uns in den Abendnachrichten, Sondersendungen und unzähligen Hintergrundberichten brühwarm serviert.</p>
<p>Auch jetzt ist die Scheiße wieder ordentlich am Dampfen. Verzweifelte Reporter schleichen durch die Kleinstadt Winnenden und halten jedem, der bei Drei nicht auf den Bäumen ist, ein Mikro unter die Nase. Kannten Sie den Täter? Nein? Macht nichts! Sagen Sie trotzdem was! Und so referiert der einstige Fahrschullehrer des Tim K. im öffentlich-rechtlichen Fernsehen darüber, das der Amok-Schütze ein verwöhnter Bengel gewesen sei und sich noch nicht mal über die Pferdestärken seines Neuwagens in Papas Garage informiert habe. Zwei Jungs, die dem Tim K. in der Fahrschule irgendwann Mal zufällig über den Weg gelaufen sind, dürfen außerdem zum Besten geben, dass dieser &#8222;Strebertyp&#8220; keine Markenklamotten getragen habe. Einschneidende Erkenntnisse nennt sich das dann. Auch in so genannten &#8222;Polit-Talkshows&#8220; darf jeder Möchtegern-Experte seine ganz persönliche Sicht der Dinge zum Besten geben. In den Lokalmedien hingegen gibt man sich größte Mühe, das Ganze &#8222;auf die lokale Ebene runterzubrechen&#8220;. Dann stiefelt jeder dritte Lokalredakteur zum Schützenverein und fragt nach, ob die sich denn jetzt nicht auch irgendwie schuldig fühlen müssen. Die Presse läuft Amok &#8211; dem Amok sei Dank. Und wir? Wir haben hingeschaut, eingeschalten, angeklickt, Sonderseiten gewälzt &#8211; jedes Mal.</p>
<p>Doch hätten wir wegschauen sollen? Totschweigen kann nicht die richtige Lösung sein, um Schreien nach Aufmerksamkeit das Echo zu verwehren. Denn ein Echo auf das Geschehene ist nicht nur logisch, sondern auch notwendig. Doch dieses Echo muss nicht laut hallen, sondern vor allem dort ertönen, wo es hingehört. Nämlich dort, wo sachlich und wirkungsvoll diskutiert und agiert werden kann. Ansätze gibt es gewiss viele: Mehr Psychologen in Schulen, mehr Anerkennung und Austausch über Probleme &#8211; auch innerhalb der Familien. Auch die Überlegungen, das Waffenrecht weiter zu verschärfen und diverse Killerspiele noch mal genauer unter die Lupe zu nehmen, mögen ihre Berechtigung haben. Doch solange wir den Verzweifelten und (Ver)Irr(t)en dieser Gesellschaft weiterhin ein so schrilles Echo auf ihre Gräueltaten gewähren, werden alle noch so sorgfältig ausgeklügelten Maßnahmenkataloge weitere Schulmassaker nicht verhindern. Denn egal wie viele nützliche Vorkehrungen man auch treffen mag, so haben die Täter (und die, die es werden könnten) doch erreicht, was sie wollten: Aufmerksamkeit, endlich im Mittelpunkt stehen.</p>
<p>Proportional zur Sensationsberichterstattung über die Ereignisse wächst auch die Anhängerschaft der Täter. Die Videos auf Youtube &amp; Co., in denen Menschen wie Tim K. zum Helden erklärt werden, mehren sich. Dass das eine gefährliche Rolle spielt, beweist die Tatsache, dass die Schützen der Vergangenheit auch immer wieder auf einander Bezug genommen haben.</p>
<p>Und so sollten wir uns noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass Menschen keine Individuen sind  - sie sind Nachahmer, die Orientierung, Aufmerksamkeit und Anerkennung suchen. Leider finden sie all das auch auf der dunklen Seite, in den Abgründen der Menschheit, die wir durch unsere Sensationslust selbst geöffnet haben. Diese wieder zu schließen, könnte schwierig werden. Doch vielleicht wäre es ja schon mal ein Anfang, dauerhaft ein Auge auf die Schulpolitik zu haben, anstatt erneut den Fahrschullehrer des nächsten Tim K. mit seinen unqualifizierten Aussagen vor die Kamera zu zerren. Wegschauen in Maßen eben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cowritten.wordpress.com/709/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cowritten.wordpress.com/709/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=709&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wie es euch gefällt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 03:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Che Guevara]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich glaub, ich seh nicht richtig! Der Typ da drüben im Che-Guevara-Shirt, genau der &#8211; den kenn ich doch! Ja, die schmächtige Gestalt mit dem Basecap auf dem Kopf war mir schon zuvor ins Auge gefallen. Leider nicht etwa wegen &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/03/12/wie-es-euch-gefallt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=702&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-703" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="che" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/03/che.jpg?w=500" alt="che"   />Ich glaub, ich seh nicht richtig! Der Typ da drüben im Che-Guevara-Shirt, genau der &#8211; den kenn ich doch! Ja, die schmächtige Gestalt mit dem Basecap auf dem Kopf war mir schon zuvor ins Auge gefallen. Leider nicht etwa wegen überdurchschnittlich gutem Aussehen. Ganz im Gegenteil: Bisher hatte er von mir nur angewiderte Blicke wegen seiner Thor Steinar Klamotten geerntet. Rechtes Pack, schimpfte ich jedes Mal vor mich her. Und einmal mehr stellte er seinen nicht vorhandenen Verstand öffentlich zur Schau. Diesmal war es Che, der dran glauben musste. Aber der ist das ja gewöhnt, dachte ich mir&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-702"></span></p>
<p>Noch nie hatte ich verstanden, was die Che-Plakate in Jugendzimmern zu suchen hatten. Nun gut &#8211; dass Nazis sich die Dinge so hinbiegen, wie sie ihnen gerade in den Kram passten, ist wenig ungewöhnlich. Für die ist Che einfach nur der antiamerikanische Nationalist. Doch woher kamen all die Jusos, die das Abbild des kubanischen Volkshelden bei Demonstrationen auf wehenden Fahnen durch die Straßen trugen?</p>
<p>Woher kommt eigentlich dieser Che-Mythos? Das frage ich mich bis heute. Ja, spätestens als der Geschichtslehrer in der 7. Klasse über die Invasion in der Schweinebucht referierte, wusste auch ich, wer der bärtige Mann mit dem roten Stern auf der Baskenmütze war, den ich bereits auf so vielen Feuerzeugen, Postern und T-Shirts gesehen hatte. Ernesto Che Guevara. Freiheitskämpfer, Revolutionär, romantischer Held &#8211; zu all dem wurde er erklärt.  Und so schienen anfangs vor allem Linke Gefallen an dem Volkshelden als Symbol, als Mythos gefunden zu haben.</p>
<p>Doch weil man in den guten Che eben so alles Mögliche hineindeuten kann, trägt nun auch der Typ mit den Thor Steiner Klamotten den Sozi-Look. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis er auch das Pali-Tuch um den eigenen Hals drapiert &#8211; als Symbol der Solidarität gegenüber den Palästinensern, die von den bösen Juden unterdrückt werden, versteht sich.</p>
<p>Schade, dass keiner der Che-Fans im Geschichtsunterricht so richtig aufgepasst zu haben scheint. Denn ansonsten wüssten sie wohl auch, dass es neben all der Deutungsfreiheit eben auch allerlei unabwendbare Fakten gibt: Che<br />
Guevara war für Hunderte Exekutionen von Regimegegnern, brutale Folter und die Errichtung von Arbeitslagern verantwortlich. Und dass die Atombombe damals nicht gezündet wurde, fand der Che auch gar nicht witzig. Doch die Geschichte, die Zeit &#8211; sie verklärt so einiges.  Wie lautete nochmal der letzte Satz des &#8222;Bader-Meinhoff-Komplex&#8220;? &#8211; &#8222;Hört auf sie so zu sehen, wie sie nicht waren!&#8220; Wie passend.</p>
<p>Auch passend: Die Worte, die Michael Miersch in dem Buch &#8222;Schöner Denken. Wie man politisch unkorrekt ist&#8220; (Piper 2007) zu Che Guevara fand:</p>
<p>&#8222;Das &#8216;Bambi&#8217; der korrekten Gesinnung. Manche Tiere werden von allen geliebt. Selbst wenn sie wie Koalabären zur Plage werden, darf man ihnen nichts tun, weil sie zu niedlich sind. Im Naturschutz heißt dieses Phänomen &#8216;Bambi-Syndrom&#8217;. Che-Guevara-Kult ist politisches Bambi-Syndrom. Jeder weiß, dass der Kommunismus ein Nebelreich der Armut und der Unterdrückung war (und in Kuba noch immer ist). Jeder weiß, dass der lateinamerikanische Guerillakampf ein grausames Spiel ideologischer Fantasten war. Und dennoch: Che gilt als kuchengut. Während seine Geisterverwandten längst von ihren Betonsockeln gestoßen worden sind, prangt Che weiter auf T-Shirts und Postern, eröffnen Bars und Cafés mit seinem Namen, tragen Uhren und Weinflaschen sein Konterfei.</p>
<p>Ein totalitärer Killer wird als Freiheitskämpfer verehrt. Pazifisten schleppen das Bild eines Mannes mit sich, der den dritten Weltkrieg herbeibomben wollte. Che, der kollektivistische Unterordnung und eiserne Disziplin predigte, steht in der Popkultur für rebellischen Individualismus. Der Spinat-Mythos war auch so ein zähes Missverständnis. 1890 unterlief einem Chemiker ein Kommafehler. Aus 2,2 Milligramm Eisen pro 100 Gramm machte er 22. Noch 100 Jahre danach zwangen Eltern ihre Kinder zum Spinatessen, weil Eisen gut sei. Der Kommafehler bei Guevara war das Foto des Alberto Korda, auf dem der Comandante mit wehendem Haar unterm Barett ins Unendliche blickt. Eine Ikone des jugendlichen Nonkonformismus war geboren. Styling und Accessoires wurden millionenfach kopiert: Lange Haare (Beatles), Dreitagebart (Udo Walz), Zigarre (Schröder). Wie sagte doch Sartre: &#8216;Che war der vollendetste Mensch unserer Zeit.&#8217;</p>
<p>Diese wundersame Verwandlung fand schon zu Lebzeiten statt und triumphierte kurz nach seinem Tod. Auf ihn konnten sich alle einigen. Che, das war der Hippie mit der Knarre, der Rebell mit karibischer Wärme. Hatte er nicht mal gesagt, Kuba sei &#8216;Sozialismus mit Cha-Cha-Cha&#8217;? Klingt irgendwie liberal.&#8220;</p>
<p>Bildquelle: photocase</p>
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		<title>Pakt mit dem Teufel</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 04:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrissi2411</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da verkauft einer seine Seele für Macht und Reichtum an den Teufel. Nein,  das ist nicht nur der Stoff, aus dem Goethes Werke gemacht sind &#8211; das ist Realität. Nur dass Reichtum eben in diesem Fall kein vom Kaiser an &#8230; <a href="http://cowritten.wordpress.com/2009/03/03/pakt-mit-dem-teufel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cowritten.wordpress.com&amp;blog=3946559&amp;post=693&amp;subd=cowritten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-694" style="border:10px solid black;margin:15px;" title="teufel" src="http://cowritten.files.wordpress.com/2009/03/teufel.jpg?w=500" alt="teufel"   />Da verkauft einer seine Seele für Macht und Reichtum an den Teufel. Nein,  das ist nicht nur der Stoff, aus dem Goethes Werke gemacht sind &#8211; das ist Realität. Nur dass Reichtum eben in diesem Fall kein vom Kaiser an Faust versprochener Strand ist, sondern Öl und Gas für die Weltmächte. Und für diese Art des Reichtums sind nicht nur China und die USA bereit, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen, sondern auch Deutschland ist es. Und so machen sie alle auf gut Freund mit der Regierung eines Landes, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden: Angola.</strong></p>
<p><span id="more-693"></span><a href="http://www.amnesty.de/jahresbericht/2008/angola?destination=suche%3Fwords%3Dangola%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26search%3DSuchen%26form_id%3Dai_search_form_block">Amnesty International</a> hat die Zustände in dem südwestlichen Land an der afrikanischen Atlantikküste nicht zum ersten Mal angemahnt: Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird beschnitten, Journalisten werden bedroht und verhaftet, die Polizei lässt Willkür walten, von Zwangsräumungen, Vergewaltigungen und Folter ist die Rede. All das geschieht unter der Präsidentschaft von José Eduardo dos Santos. Der hat nicht nur das Oberkommando über die angolanischen Streitkräfte, sondern ernennt auch noch die Gouverneure der 18 Provinzen, die dann nach dessen Vorstellungen agieren. Dass es in Angola mit der Demokratie nicht weit her ist, zeigten die letzten Wahlen im September 2008 (die ersten Wahlen seit 1992!).  Die Regierung habe alles getan, um die Oppositionspartei bereits im Wahlkampf auszuschalten, hieß es von Human Rights Watch. Die <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1589414_Das-reichste-arme-Land-der-Welt-waehlt.html">Frankfurter Rundschau</a> schrieb damals: &#8222;Die Regierungspartei stellte sicher, dass sie selbst nicht nur in ihren Werbespots, sondern auch in den stundenlangen Nachrichtensendungen des Propaganda-Mediums gepriesen wurde.  Auf dem Land soll es außerdem zu massiven Einschüchterungen und vereinzelt gar zu Morden an Oppositionsanhängern gekommen sein: &#8222;Von einem freien und fairen Wahlkampf kann leider keine Rede sein&#8220;, ist Georgette Gagnon, Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, überzeugt.&#8220;</p>
<p>Alles nicht so wild, scheinen sich die großen Wirtschaftsmächte zu denken. Denn die haben vor allem eines ins Auge gefasst, wenn es um Angola geht: wertvolle Ressourcen. Über die verfügt das Land zur Genüge: riesige Ölreserven, Gas und Diamanten lagern in der afrikanischen Schatzkiste. Allerdings kommt von diesem Reichtum bei der Bevölkerung nichts an. Sie hungern, während die Eliten in die eigene Tasche wirtschaften. &#8222;Obwohl Angola mit derzeit mehr als 20 Prozent den Weltrekord in Sachen Wirtschaftswachstum hält und der Staat im vergangenen Jahr mehr als 22 Milliarden Euro an Einnahmen aus dem Ölexport verbuchen konnte, müssen noch immer mehr als zwei Drittel aller Angolaner von weniger als zwei Dollar am Tag überleben&#8220;, schrieb die Rundschau weiter.  Doch so ist das nun mal: Wenn es um Macht und Reichtum geht, wird auf die Menschenrechte gern mal gepfiffen.</p>
<p>Besonders laut pfeifen dabei die Supermächte. Die Volksrepublik China hat inzwischen die USA als Hauptabnehmer des angolanischen Erdöls abgelöst. Da will auch Deutschland nicht hinten anstehen. Erst am Freitag, 27. Februar 2009, schlossen der angolanische Präsident José Eduardo dos Santos und der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beim zweiten Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforum eine „strategische Wirtschaftspartnerschaft“. Guttenberg sagte vor den etwa 350 Teilnehmern des Forums in Berlin: „Afrika wird der Schwerpunkt meiner Außenwirtschaftspolitik sein. Man dürfe den Nachbarkontinent „nicht Asien überlassen“. Der <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/Angola;art771,2740581">Tagesspiegel </a>schrieb: &#8222;Deutschland zeigt großes Interesse an Investitionen ins angolanische Gasgeschäft. Angola ist der zweitgrößte afrikanische Ölerzeuger mit knapp 1,9 Millionen Barrel (159 Liter) täglicher Förderung. Bisher wird das gleichzeitig erzeugte Erdgas nahezu vollständig abgefackelt. Dieses Gas soll in Zukunft jedoch verflüssigt und in Tankern auf die Märkte in den USA und in Europa transportiert werden. Die Energieerzeuger Eon und EnBW zeigten am Freitag in Berlin großes Interesse, in dieses Geschäft einzusteigen. Zudem wollen beide Konzerne in Angola auch ins Stromgeschäft einsteigen.&#8220; Dass es dieses Wirtschaftsinteresse Deutschlands an Angola nicht erst seit gestern gibt, lässt sich auf der Seite des <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Angola/Bilateral.html">Auswärtigen Amtes</a> wunderbar nachlesen.</p>
<p>Mit wem diese Wirtschaftsmächte da in Beziehung stehen und welche Zustände in Angola herrschen, scheint dabei herzlich egal zu sein. Während Öl und Gas fließen,  lassen angolanische Behörden weiterhin Menschenrechtsorganisationen schließen.  So hat die angolanische Regierung die UN im April 2008 aufgefordert, ihr Büro für Menschenrechte in Luanda zu schließen und alle im Zusammenhang stehenden Aktivitäten einzustellen. Seit Neuestem ist nun auch die angolanische Menschenrechtsorganisation AJPD vom Verbot bedroht.</p>
<p>Doch hierzulande scheint man um eine Ausrede nie verlegen zu sein:  &#8222;Angola ist als Partnerland für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen, zugleich aber scheint die Bundesregierung keine Maßnahmen mehr im Bereich der entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe in Angola fördern zu wollen&#8220;, heißt es in der Zeitschrift &#8222;<a href="http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ausland/paafr698.html">afrika süd</a>&#8222;. Eine passende Antwort darauf liefert der SPD-Abgeordnete Gernot Erler auf <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/gernot_erler-650-5726.html">abgeordnetenwatch.de</a>: &#8222;Die problematische Menschenrechtssituation ist natürlich bekannt. Angola ist bereits seit letztem Jahr sogenanntes Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die entsprechenden Programme werden derzeit aber erst erarbeitet. Da Angola aus Einnahmen aus dem Erdölsektor über ausreichend Kapital verfügt, wird es jedoch keine finanzielle Zusammenarbeit geben, sondern nur eine Technische Zusammenarbeit. Diese wird sich aller Wahrscheinlichkeit konzentrieren auf die Berufliche Bildung, Unterstützung privater Wirtschaftskontakte, Stipendien und Vermittlung von technischer Expertise für den Wirtschaftsaufbau gegen Bezahlung aus angolanischen Haushaltsmitteln.&#8220; Ah ja &#8211; Angola hat also ausreichend Einnahmen, brauchen offensichtlich keine Unterstützung. Nur hat Herr Erler wohl vergessen, dass von den bejubelten Einnahmen bei der angolanischen Bevölkerung nichts ankommt.</p>
<p>Welch ein Glück, dass offiziell ja immer noch darauf verwiesen werden kann, dass es um Angola ja gar nicht so schlimm stehen kann. Schließlich haben die ja auch einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat. Und wie nannte der New Yorker Völkerrechtler Simon Chesterman den noch mal? Ach ja &#8211; den  „größten Papierkorb der Geschichte“.</p>
<p>Bildquelle: photocase</p>
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